Zum Thema ‘Lerntipp’

Unter Lerntipps werden ergänzende Lerntipps vermittelt, die in Benjamins & Werners Lerntipps keinen Platz gefunden haben.



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Richtig Pausen machen beim Lernen – eine kleine Pausenkunde




Atempause (etwa 5 Minuten lang)

Ideal alle 15 Minuten: Atmen Sie tief durch, schließen Sie kurz die Augen. Recken und strecken Sie sich. Gucken Sie aus dem Fenster, beobachten Sie den Himmel, die Bäume – und vergessen Sie nicht zu trinken (Wasser ist ideal)

Mini-Erholungspause (etwa 15 Minuten lang)

Gönnen Sie Ihrem Körper nach ungefähr 60 Minuten (= ein Arbeitsblock) etwas Ruhe. Gehen Sie an die frische Luft, gießen Sie sich einen Tee auf, hören Sie Musik, naschen Sie Obst – oder tun Sie sonst etwas, das Sie entspannt

Maxi- Erholungspause (etwa 60 Minuten lang)

Nach drei bis vier Stunden ist Zeit für einen gesunden Snack mit leichten Nudeln und einem Salat. Sie können auch kleine Einkäufe erledigen, etwas Sport treiben oder einfach abschalten, indem Sie zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen



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Unsere Lerntipps auf lerntipp.at




Praktische Lerntipps

Bei vielen Lernenden haben sich in der Praxis die immer gleichbleibenden Techniken zum Erlernen einer Fremdsprache oder zum Behalten eines Textes bei einem Referat eingeschlichen. Daher sollte man immer wieder versuchen, eingetretene Lernpfade zu verlassen und neue Lerntechniken auszuprobieren, die wertvolle Lernzeit sparen können. Unsere Tipps sind nicht nur für die Schule oder das Studium gedacht, sondern lassen sich auch in der Freizeit anwenden, denn wer sich immer wieder fragt, ob die Haustür tatsächlich abgeschlossen worden ist, verliert Zeit, da der Weg zur Schule oder Uni unterbrochen werden muss, weil eine Überprüfung von Routinevorgängen erforderlich ist. Bei Inhalten, die sich ständig wiederholen, hat sich bei manchen so viel Routine eingeschlichen, dass die Vorgänge gar nicht mehr bewusst wahrgenommen werden und deshalb leicht in Vergessenheit geraten. Noch problematischer ist es, wenn man ein Referat vor einer Schulklasse oder an der Universität halten soll und plötzlich der ganze Text nicht mehr aus dem Gedächtnis abrufbar ist. Der Stress in einer solchen Situation kann nämlich Gedächtnisblockaden erzeugen, die mit einem gezielten Training minimiert werden können. Vor allem das Lernen mit allen Sinnen fördert die Merkfähigkeit und wer lernt, organisierend zu denken, hat es im beruflichen und privaten Alltag leichter. Alle, die mit dem Lernen Probleme haben, haben oft nur die richtige Lerntechnik noch nicht parat. Wenn LehrerInnen Inhalte unterrichten, die sie schon lange kennen, sind diese für SchülerInnen oder StudentInnen häufig Neuland, wenn sie sich nicht zufällig schon einmal in der Freizeit mit diesem Themenbereich befasst haben. Das Lesen von Büchern und das Erzählen des Inhalts einem guten Freund oder einer Freundin sind lernfördernde Konzentrationsübungen, die in einen Lernprozess mit einbezogen werden sollten. Auch müssen beim Lernen in den eigenen vier Wänden die Rahmenbedingungen stimmen, um in der Schule oder der Uni erfolgreich zu sein. Eine gesunde Ernährung, nicht zu wenig Schlaf und auch Sport, der Spaß macht, bilden oft die Basis für den Ausbau der eigenen Merkfähigkeit. Inhalte, die interessant sind, lernt man wesentlich leichter als Lernmaterial, dass man sich nicht ausgesucht hat. Hier zeigen unsere praktischen Lerntipps, wie selbst schwieriger Lernstoff leicht und schnell auswendig gelernt werden kann. Wer sich informieren möchte, wie vielseitig die Methoden zur Steigerung der Merkfähigkeit sein können, findet auf unseren Internetseiten praktische Tipps. Wir versuchen zu zeigen, wie große Lernziele in kleinen Abschnitten und mit sinnvollen Lerntechniken leichter erreicht werden können. In unseren Tipps wird gezeigt, wie eine Art Lerncocktail gemixt werden kann, der aus leichten, mittleren und schweren Aufgaben besteht, wobei mit dem persönlichen Mix man aus schwierigen Lernblöcken überschaubare Module machen kann, die zum aktiven Lernen motivieren. Man sollte daher für jedes Lernziel zuerst die passende Lernmethode auswählen, damit das Lernen auch nicht zu lange dauert. Wer beim Lernen in Zukunft Zeit sparen möchte, hat die Möglichkeit, unsere Lerntechniken auszuprobieren und genau jene Lernmethoden zu übernehmen, die zu den persönlichen Lernfähigkeiten und zum aktuellen Lerninhalt passen:



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Der Countdown bis zur Nachprüfung läuft. Wer jetzt durchstartet, hat gute Chancen auf Erfolg.




Ein Monat süßes Nichtstun und das Gehirn vom Schulstress auslüften – das empfehlen Schulpsychologen allen Nachzipf-Kandidaten. Also, jetzt ran an die Bücher und Versäumtes nachholen, um bei der Wiederholungsprüfung nicht ins Stottern zu geraten.
Bestandsaufnahme. „Gemeinsam mit dem Nachhilfelehrer sollte man herausfinden, wo die Mängel liegen“, rät Werner Stangl, Professor für Psychologie und Pädagogik an der Uni Linz. Oft stellt sich heraus, dass im jeweiligen Gegenstandwesentliche Grundlagen fehlen, die es zuallererst gilt aufzuarbeiten. Stangl rät: „Schüler und Eltern sollten bereits zu Schulschluss mit dem Lehrerreden, um zu erfahren, wo dieser die Defizite ortet.“
Nachfragen. Gerhild Hanselmayer, Nachhilfelehrerin und Leiterin des Institutes Lernen ohne Stress (LOS), weiß aus Erfahrung, dass viele Lehrer auch gerne eine Lernprogramm für den jeweiligen Schüler bereitstellen, das Auskunft gibt, was zu lernen ist und welcher Stoff bei der Prüfung in die engere Wahl kommt.
Gemeinsam mit der Nachhilfe wird häufig in kleinen Schülergruppen mit maximal drei Personen eineinhalb Stunden pro Tag gelernt. „In der Gruppe fühlen sich viele Jugendliche wohler und können so auch ihr  “Leid“ besser teilen“, weiß Hanselmayer.
Motivation. „Wir machen auch gerne spielerische Wiederholung des Lernstoffs – das Gehirn nimmt das Gelernte dann besser auf.“ Abendmenschen könnten ruhig vor dem Einschlafen lernen, „aber danach bitte auf keinen Fall mehr fernsehen oder Computer spielen“, warnt die Nachhilfelehrerin. „Sonst bleibt das Gelernte nicht im Unterbewusstsein hängen.“
Fürs Leben.Gute Nachhilfelehrer achten auf den Lernstil des Schülers. Jemand, der ständig Fehler wegen Schlampigkeit beim Lesen von Textaufgaben macht, bekommt Konzentrationsübungen mit auf den Weg. Diese können schließlich später im Berufsleben ebenso nützlich sein. Bei Prüfungsangst helfen Probetests, die Situation zu analysieren und zu entschärfen.
Tag der Wahrheit. Wiederholen bis zum Schluss ist in Ordnung. Wer sich kurz vor der Prüfung neue Informationen zumutet, wird wohl mehr verwirrt als gut vorbereitet dastehen.

Gerhild Hanselmayer, Nachhilfelehrerin bei LOS
„Zu viele Lernstunden am Tag sind kontraproduktiv. Drei Stunden inklusive Hausübung vom Nachhilfelehrer genügen für die meisten Schüler, wenn noch vier Wochen Zeit sind.“
Werner Stangl, Professor für Psychologie und Pädagogik an der Uni Linz
„Eine Nachprüfung ist eine Chance, an die Sache neu heranzugehen – ohne täglichen Schulstress. Eltern sollten ihre Kinder nicht pausenlos fragen, ob sie eh genug lernen.“
Daniel Kaufmann, Schüler in der 11. Schulstufe
„Ich hatte zum Glück noch nie einen Nachzipf. Aber wenn, dann würde ich nicht den ganzen Sommer über lernen. Den Lernstoff portionsweise nachzuholen, fände ich sinnvoller.“
Morris Kosche, ab Herbst in der Maturaklasse
Meine Strategie ist aufgegangen: Vor zwei Jahren hatte ich eine Wiederholungsprüfung, für die ich erst ab Anfang August mit meiner Nachhilfelehrerin gelernt habe. Urlaub muss sein.“

TIPP & LINK
www.lerntipp.at ist eine umfangreiche Website von Werner Stangl mit praktischen Lerntechniken für Schüler ab der Grundstufe und auch für Erwachsene.
Schulpsychologie-Bildungsberatung mit wertvollen Tipps auf www.bmukk.gv.at.



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© Werner Stangl Linz 2019