Zum Thema ‘Lerntheorie’

Lerntheorien sind Modelle und Hypothesen, die versuchen paradigmatisch Lernen psychologisch zu beschreiben und zu erklären.



Lerntheorien sind Modelle und Hypothesen, die versuchen paradigmatisch Lernen psychologisch zu beschreiben und zu erklären.

Zuversicht bei einem Lernprozess hat Einfluss auf den Lernerfolg




Viele Lernprozesse werden bekanntlich durch Belohnung von außen beeinflusst und verstärkt, aber Untersuchungen zeigen nun, dass auch ein Gehirn in der Lage ist, selbst ein eigenes Feedback zu  erzeugen. Mithilfe funktioneller Magnetresonanztomographie konnte man dabei die neuronale Aktivität im Gehirn von Probanden messen, während diese schwierige Wahrnehmungsaufgaben zu lösen hatten. Doch statt Feedback über ihre Leistung zu erhalten, sollten die Probanden zuvor angeben, wie zuversichtlich sie bezüglich der Aufgabenbewältigung waren. Ausgangspunkt der aktuellen Untersuchung (Guggenmos et al., 2016) war nämlich die Annahme, dass das Gehirn in der Lage sein könnte, selbst Feedbacksignale zu erzeugen, wenn keine Signale von außen verfügbar sind, dass das Gehirn Wahrnehmungsprozesse verstärkt, die mit hoher Zuversicht verbunden sind, und solche vermeidet, die zu niedriger Zuversicht führen. Dabei wies die Gehirnaktivität beim Lernen aus Zuversicht deutliche Parallelen zum Lernen mit äußerem Feedback auf. Frühere Untersuchungen zu äußerem Belohnungsfeedback hatten schon gezeigt, dass die Gehirnaktivität von Probanden zu Beginn einer Aufgabe die eigene Vorhersage über die erwartete Belohnung widerspiegelt. Nach dem Erhalt der Belohnung weist sie dabei einen sogenannten Vorhersagefehler aus, wenn die Belohnung beispielsweise höher ausfällt, als erwartet. Tatsächlich konnten man in der Studie ein identisches Muster beim Lernen ohne Feedback ausmachen, wobei in diesem Fall das Vorhersagesignal im Gehirn dem Maß der eigenen Zuversicht entsprach. Kommt es zu einem Vorhersagefehler, gilt die Überraschung der Diskrepanz zur tatsächlich erfahrenen Zuversicht. Offensichtlich ist die subjektive Zuversicht, ähnlich wie eine äußere Belohnung, ein generelles Lernsignal und spielt auch bei anderen Formen des Lernens ohne Feedback eine wichtige Rolle, etwa bei Schulaufgaben.

Literatur
Guggenmos, Matthias, Wilbertz, Gregor, Hebart, Martin N. & Sterzer, Philipp (2016). Mesolimbic confidence signals guide perceptual learning in the absence of external feedback. Elife. Doi: 10.7554/eLife.13388.



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Mastery vs Performance Orientierung beim Lernen




Bei der Mastery-Orientierung soll sich der Lernende daran orientieren, eine Aufgabe möglichst gut zu machen. Kann er dies nicht, soll er die Aufgabe dazu nutzen, aus seinen Fehlern zu lernen. Ein Versagen bei einer Aufgabe wird nicht als Schwäche ausgelegt, sondern als Möglichkeit, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Bei der Performance-Orientierung soll sich der Lernende daran orientieren, bei einer Aufgabe möglichst gut abzuschneiden, z.B. eine gute Note zu bekommen oder besser zu sein als andere. Es geht also mehr um den Vergleich mit anderen als um die tatsächliche Leistung.

Literatur
Dweck, C. S. & Leggett, E. L. (1988). A social-cognitive approach to motivation and personality. Psychological Review, 95, 256–273.



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© Werner Stangl Linz 2019