Zum Thema ‘Lernen lernen’

Lernen lernen bezeichnet den metakognitiven Prozess, richtiges Lernen zu erlernen.



Lernen lernen bezeichnet den metakognitiven Prozess, richtiges Lernen zu erlernen.

Metakognitive Lernstrategien




Lernende benötigen strategische Kompetenzen, wenn sie einen Lernprozess erfolgreich bewältigen wollen. Unter Lernstrategien werden in der Regel Verhaltensweisen sowie Kognitionen des Lernenden verstanden, die dieser zur Beeinflussung des Enkodierungsprozesses während des Wissenserwerbs einsetzt. Diese Begriffsbestimmung sieht die Lernenden als Menschen, die Informationen aktiv verarbeiten, interpretieren und zusammenfügen und dazu eine Vielzahl verschiedener Strategien zur Selektion, Enkodierung, Speicherung sowie zum Abruf von Informationen heranziehen. Mittels metakognitiver Strategien findet eine interne Erfolgskontrolle der eigenen Lernschritte statt. Der Lernende übernimmt mit Hilfe dieser Strategien Aufgaben, die im traditionellen Unterricht der Lehrende übernimmt und welche die Kontrolle seines Lernprozesses betreffen. Prinzipiell umfassen sie Strategien zur Planung und Auswahl von kognitiven Lernstrategien, zur Überwachung und Kontrolle des Verstehens und zur Regulierung des Lernprozesses. Die Planungskomponente metakognitiver Strategien umfasst Aktivitäten zur Planung und inhaltlichen Vorbereitung konkreter Lernphasen. Dabei geht es vor allem um Fragen, welche Gebiete des Lernstoffs relevant sind und welche nicht, in welcher Reihenfolge der Stoff durchgearbeitet werden soll usw.. Die Überwachungskomponente umfasst Aktivitäten zur Kontrolle des eigenen Lernprozesses anhand eines gezielten Soll-Ist-Vergleichs, d.h. einem Vergleich von sich selbst gesteckten Lernzielen und dem erreichten Lernforschritt. Die Regulierungskomponente der metakognitiven Lernstrategien schließlich bezieht sich auf Verhaltensänderungen, die sich aus der Selbstdiagnose von Lernschwierigkeiten ergeben.



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Was heißt “Lernen lernen”?




Mit Lernen lernen wird die Fähigkeit, immer wieder neu lernen müssen, betont, aus dem sich lebenslanges Lernen als ständiges Dazulernen entwickelt. Lernen lernen umschreibt einen metakognitiven Prozess, bei dem sich der Lernende zunehmend Wissen über seine eigenen Lern- und Denkprozesse und die Kontrollstrategien, die zu deren Steuerung notwendig sind, aneignet. Das bedeutet, dass ein Lernender, der erfolgreich lernen will, zielorientiert über ein ausreichendes Maß an Leistungsmotivation, Volition, Neugier und kognitive wie metakognitive Lernstrategien verfügen sollte. Dazu sollte er in der Lage sein, die eigenen Lernbedürfnisse bzw. Lerndefizite festzustellen, die notwendigen Lernziele zu erkennen, das geeignete Lernangebot selbst auszuwählen, das die Defizite ausgleichen kann, die Lernzeit und die Lernmedien selbst festzulegen. Darüber hinauf muss er Lernende über Lerntechniken verfügen, die er seinem Lernweg kontinuierlich anpasst und er muss auch in der Lage sein, den Lernprozess selbst zu kontrollieren, zu bewerten und mit der Zielerreichung abzuschließen (vgl. Pieter, 2004).

Bildungspolitisch meint der Begriff des Lernenlernens jenes lebenslange Lernen, das früher meist als Education permanente umschrieben worden ist.

Literatur

Pieter, A. (2004). Selbstbestimmtes Lernen in der Schule. Erfassung der subjektiven Kompetenz zum selbstbestimmten Lernen. Frankfurt a. M.: Peter Lang.



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Aktive vs passive Lernstrategien




Strategien des aktiven Lernens führen zu einem besseren Gedächtnis und machen auch das Lernen für den Lernenden interessanter. Der Begriff aktiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man sich bewusst in den Lernprozess einbringt. Aktiv Lernende setzen meist eine Vielzahl von Strategien für das Erlernen eines Unterrichtsstoffes ein.

Passives Lernen bedeutet, man lernt, ohne sich ganz auf den Lernstoff einzulassen oder über das gerade Gelesene oder Gesehene nachzudenken. Wird das Gehirn aber bei diesem Lernen nicht gefordert und einbezogen, so geht es in eine Art Ruhezustand über (Default Modus).

Beim aktiv Lernen richtet man hingegen seine Aufmerksamkeit auf das Lernmaterial, kategorisiert es und nutzt sein Denkvermögen und eine Vielzahl an Methoden, um konzentriert und fokussiert zu bleiben. So wird die gelernte Information im Kurzzeitgedächtnis verarbeitet und schließlich im Langzeitgedächtnis gespeichert. Das Gehirn kann dabei wie ein Muskel trainiert werden, und zwar durch kurze, regelmäßige Lernsitzungen. Um diesen Muskel zu aktivieren, muss ein Lehrstoff eingehend studiert, visualisiert in einen einprägsamen Zusammenhang gesetzt und aktiv wiederholt werden.



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© Werner Stangl Linz 2019