Zum Thema ‘Lernen’

Lernen ist jener Prozess, der bei Menschen automatisch und immerwährend abläuft.



Lernen ist jener Prozess, der bei Menschen automatisch und immerwährend abläuft.

Die Vigilanz




Aufmerksamkeit ist ein Vorgang, bei dem bestimmte Objekte der Welt eine größere Bedeutung erhalten als andere. Besonderes Interesse seitens der Psychologen und Physiologen wird diesem Vorgang zuteil, da er einen leicht und zuverlässig zu messenden Begleitvorgang beinhaltet, die Bewegungen der Augen nämlich. Der allgemeine Aktivierungsgrad des Organismus, der als Aufmerksamkeit, Wachsamkeit oder Vigilanz bezeichnet wird, stellt eine aktive Komponente der visuellen Wahrnehmung dar. Diese hängt sowohl von äußeren Reizbedingungen, wie auch von Bedingungen des Allgemeinzustandes des Organismus, der Motivation etwa, ab.

Als Aufmerksamkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, sich innerhalb einer lebendigen Umgebung Dingen von Interesse zuwenden zu können. Der amerikanische Psychologe und Philosoph William James beschrieb das Phänomen treffend, als er sagte: „Jedermann weiß, was Aufmerksamkeit bedeutet. Das Bewußtsein ergreift, in klarer und lebendiger Form, Besitz von einem Gegenstand oder einem Gedankengang aus einer Reihe gleichzeitig möglicher. Das wesentliche Merkmal der Aufmerksamkeit ist, dass sich das Bewußtsein quasi in einem Brennpunkt konzentriert. Es ist ein Abwenden von den einen Dingen, um mit den anderen besser umgehen zu können“.



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Bücherwürmer bleiben blind




Wenn Menschen Bücher lesen, kombiniert ihr Gehirn aus den bereits gemachten Erfahrungen mit der Zeit immer neue Erlebniswelten. Konkret bedeutet das, wenn sie einen Begriff lesen, aktiviert ihr Gehirn automatisch die mit den entsprechenden Erfahrungen verbundenen Gehirnregionen, sodass etwa beim Anblick einer Orange neben den visuellen Zentren gleichzeitig auch die für den Tastsinn, für Gerüche und für den Geschmack, je nachdem, welche Ereignisse in ihrer Lebensgeschichte Menschen damit verbinden, als sie eine Orange in den Händen gehalten, an ihr gerochen oder sie gegessen haben. Wer allerdings eine Orange nur aus Abbildungen oder aus einem Buch kennt, dessen Gehirn bleibt beim Lesen des Wortes Zitrone recht träge, denn es gehen alle Bedeutungen, die bei Menschen mit konkreten Orangen-Erfahrungen mit einer Zitrone mitschwingen, verloren. Die assoziativen Fähigkeiten des Gehirns sind dafür verantwortlich, dass es bereits gemachte Erfahrungen kreativ miteinander verknüpft, wobei Menschen nicht alles, was sie lesen, selbst erlebt haben müssen, doch müssen sie genug erlebt haben, damit ihr Gehirn aus dem Fundus der Erfahrungen eine eigene Welt aufbauen kann. Ein Bücherwurm, der Zeit seines Lebens in seiner Bibliothek vergraben ist, kann daher nur wenige Erfahrungen beim Lesen neu miteinander verknüpfen.


Übrigens: Bücherwürmer sind eigentlich Käfer bzw. die Larven verschiedener Käferarten, deren Lebensraum ursprünglich trockenes Totholz ist und die im Wohnumfeld des Menschen aber auch Möbel, Bücher oder trockene Nahrungsmittel wie Brot befallen. Ein typischer Vertreter ist dabei der Brotkäfer, der etwa drei Millimeter lang wird. Der Chitin-Panzer ist am ganzen Körper rotbraun gefärbt, der Körper selbst ist oval und die Flügeldecken besitzen eine doppelte Behaarung. Die Larven der Brotkäfer werden etwa fünf Millimeter lang, sie sind weiß mit einer starken Behaarung und braunem Kopf. Die Larven führen eine ähnliche Lebensweise wie die Käfer.



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Sechs Erkenntnisse zum Lernen




Katrin Hille, die Forschungsleiterin des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen am Universitätsklinikum Ulm möchte mit Hilfe der Lehrer in den Schulen ,,Leuchttürme” errichten, die auf die ganze Bildungslandschaft ausstrahlen. Ihrer Meinung nach gelangten Forschungs-Erkenntnisse der Pädagogik, der Didaktik oder der Hirnforschung viel zu selten und zu spät in die Praxis, weshalb sie sechs Knackpunkte entwickelt hat, die nach ihren Erkenntnissen das Lernen bestimmen:

Lernen ist ein aktiver Prozess, denn wer nur zuhört, lernt nicht viel. Menschen lernen am besten durch Tun. Außerdem lernen wir unbewusst, was manchem Lehrer nicht klar sei; wenn er die Liebe predige, lernten Kinder vielleicht zu predigen, aber nicht zu lieben. Gefühle können den Lernprozess stören, zum Beispiel Angst – sie können ihn aber auch befördern; immer dann lernten wir besonders intensiv. Alle drei Probleme haben mit der Lernintensität zu tun. Die Verarbeitungstiefe hat es noch nicht in die Schule geschafft, denn es ist in der Forschung seit über vierzig Jahren bekannt, dass man dadurch mehr in der gleichen Zeit lernt. Je intensiver wir uns mit etwas beschäftigten, umso tiefer lernen wir – wer beim Lernen nachdenke, weiß am meisten. Dafür ist die Motivation wichtig: Unser Gehirn berechnet im Voraus, was passiert. Trifft es nicht ein, lernen wir entweder nichts oder unerwartet viel. Deshalb muss guter Unterricht immer positive Überraschungen bieten. Außerdem sind Vorbilder für die Lernmotivation viel wichtiger als Zuckerbrot und Peitsche. Es ist furchtbar schwierig, länger als eine Stunde an einem Ort aufmerksam zu sein, denn Lernen ist räumlich und zeitlich begrenzt. Diese Erkenntnisse könnten die Schulen entscheidend verbessern, denn vor allem wünschten sich Kinder, dass sie eingebunden werden, sich kompetent fühlen und in einer vorgegebenen Struktur autonom handeln dürfen.

Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/-Die-Grundfesten-des-Bildungssystems-sind-falsch;art1231,759626,C (10-03-24)



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© Werner Stangl Linz 2019