Zum Thema ‘Grundlagen des Lernens’

In den Grundlagen des Lernens werden grundlegende Merkmale von Lernen und Lehren vermittelt.



In den Grundlagen des Lernens werden grundlegende Merkmale von Lernen und Lehren vermittelt.

Das 70/20/10-Lernmodell




Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.
Aristoteles

Nach dem 70/20/10-Lernmodell stammen nur zehn Prozent des menschlichen Wissens aus formellem Lernen etwa durch Schule oder andere Bildungseinrichtungen, zwanzig Prozent lernen Menschen über und durch andere Menschen (Feedback-Lernen), der Großteil aber stammt aus dem Learning by Doing. Learning by Doing – also Lernen durch Handeln – ist neben dem Lernen am Modell die häufigste Lernform im lebenslangen Lernprozess. Learning by doing geht davon aus, dass wirkliche Erfolge beim Erlernen neuer Fähigkeiten erst dann eintreten, wenn etwas selbst ausprobiert und ausgeübt wwurde, wozu auch die anschließende gedankliche Auseinandersetzung in Form einer Selbstreflexion gehört: Was war gut? Was hat sofort funktioniert? Wo gab es Probleme? Was würde man beim nächsten Mal anders machen? Antworten auf Fragen wie diese gehören zum Prozess des Learning by doing, um den maximalen Nutzen aus der praktischen Erfahrung zu ziehen.

Das Modell wurde von Lombardo & Eichinger (1996) erstmals beschrieben.

Literatur

Lombardo, M. M & Eichinger, R. W. (1996). The Career Architect Development Planner. Minneapolis: Lominger.



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Grundlagen des Lernens




Wenn das Gehirn Informationen verarbeitet oder abruft, werden Signale zwischen Gehirnzellen mit Hilfe von elektrischen und chemischen Signalen weitergeleitet, die dabei über Synapsen zwischen diesen Nerven übertragen werden. Durch Lernen entstehen immer wieder neue Verknüpfungen. Entsteht dabei ein besonders starker Impuls, reagiert der Empfängernerv beim nächsten Mal auch auf schwächere Reize intensiver, d. h., mit deren Hilfe festigt sich das Wissen langsam aber sicher und man kann sich künftig schneller an das Erlernte erinnern.

Immer, wenn eine neue Information verarbeitet werden, werden die Verbindungen zwischen den Gedächtniszellen miteinander neu und nachhaltiger kombiniert, alte Verbindungen verblassen oder werden bei diesem Prozess sogar überschrieben. Daher vergessen Menschen durch das Lernen von neuen Dingen mitunter auch bereits Gelerntes, wobei dieses alte Gelernte meist noch vorhanden ist, man darauf aber nicht mehr zugreifen kann. Daher ist es wichtig, den Lernstoff immer wieder zu wiederholen und das bereits Gelernte nochmals zu verknüpfen bzw. tiefer im Gedächtnis zu verankern. Daraus ergeben sich einige Grundlagen des Lernens, die in folgenden Lerntipps illustriert und beschrieben werden:



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Mastery vs Performance Orientierung beim Lernen




Bei der Mastery-Orientierung soll sich der Lernende daran orientieren, eine Aufgabe möglichst gut zu machen. Kann er dies nicht, soll er die Aufgabe dazu nutzen, aus seinen Fehlern zu lernen. Ein Versagen bei einer Aufgabe wird nicht als Schwäche ausgelegt, sondern als Möglichkeit, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Bei der Performance-Orientierung soll sich der Lernende daran orientieren, bei einer Aufgabe möglichst gut abzuschneiden, z.B. eine gute Note zu bekommen oder besser zu sein als andere. Es geht also mehr um den Vergleich mit anderen als um die tatsächliche Leistung.

Literatur
Dweck, C. S. & Leggett, E. L. (1988). A social-cognitive approach to motivation and personality. Psychological Review, 95, 256–273.



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

© Werner Stangl Linz 2019