Nachhaltiges Lernen

September 1, 2017 – 3:59 pm

Wissenschaftlich betrachtet kann man verschiedene Lernstrategien unterscheiden, mit dem sich SchülerInnen und StudentInnen Wissen aneignen. Eine besonders häufige Form ist das Lernen durch Auswendiglernen, bei dem ein Lernstoff so oft wiederholt wird, bis er sich temporär im Wissen verankert hat und dort abgerufen werden kann. Diese Strategie ist manchmal für eine konkrete Prüfung sinnvoll und erfolgreich, greift aber zu kurz, wenn es um nachhaltiges Lernen geht, besonders dann, wenn der Lernstoff als wenig bedeutsam oder sogar als Belastung empfunden wird, was in der subjektiven Wahrnehmung vieler SchülerInnen auf große Teile des in der Schule vermittelten Wissens zutreffen dürfte. Bekanntlich ist Lernen leichter, wenn es mit Freude und Interesse praktiziert wird, d.h., wenn der Lernende eine starke Eigenmotivation entwickelt hat. So fällt es etwa vielen SchülerInnen schwer, sich Vokabeln für den Unterricht zu merken, während das Behalten von Fachvokabeln aus Computerspielen oder Texte von Popsongs wenig Probleme bereiten. Solche Inhalte werden emotional in persönlich bedeutsame Strukturen eingeordnet, d.h., diese Wissensinhalte werden nicht durch ihre Wiederholung auswendig gelernt, sondern sie werden zu einem gewissen Grad verinnerlicht.

Siehe dazu auch die Prinzipien des Lernens!



Wozu ein Handout?

September 1, 2017 – 11:53 am

Damit die Teilnehmenden an einer Präsentation nicht nur ihre eigenen Erfahrungen, sondern auch Fachwissen mitnehmen können, gehören Handouts zu einem professionellen Vortrag dazu. Ein Handout fasst die wichtigsten Informationen einer Veranstaltung kurz und übersichtlich zusammen und gibt einen Überblick über Hintergrundwissen und/oder Fachliteratur. Es soll den Teilnehmenden ermöglichen, die Lerninhalte noch einmal nachzulesen bzw. zu vertiefen, ohne selbst mitschreiben zu müssen.

Und vor allem: Sie können etwas mit nach Hause nehmen!



Lernen in den Ferien?

Juli 4, 2017 – 3:05 pm

Psychologen sind der Ansicht, dass die Ferienzeit sehr wichtig ist und für das freie Spiel und Erkunden genutzt werden sollte. Man weiß etwa, dass Kinder, die gut klettern können, auch einen guten Gleichgewichtssinn haben, was sich positiv auf das Mathematik-Verständnis auswirkt, denn Bewegung fördert zahlreiche kognitive Prozesse. Auch wenn ein Kind in den Ferien konzentriert etwas gestaltet, ist das ein Aufmerksamkeitstraining, das auch in anderen Situationen hilfreich sein kann.

Dabei sollte beachtet werden, dass für Kinder Spielen und Lernen keinen Unterschied macht. Der kindliche Spieldrang ist gleichzeitig ein Lerndrang, wobei dieser ihnen angeboren ist, der später gefördert wird, wenn man Begeisterung und Interessen bei Kindern frei zulässt, was in den Ferien leichter möglich ist als in der Schulzeit. Auch weiß man, dass Erfahrungen, die Kinder mit einer positiven Emotion verbinden, stärker wirksam sind und automatisch abgespeichert werden. Ferien sind die ideale Zeit für freies Spiel mit vielen Gelegenheiten, in denen man die natürliche Begeisterungsfähigkeit von Kindern fördern kann, auch um neue Fähigkeiten zu entdecken und Fertigkeiten zu entwickeln. Kinder brauchen auch in den Ferien Erholungsphasen, die jedoch in der Regel mit denen von Erwachsenen nichts gemeinsam haben, denn Kinder schaffen sich ihre Pausen häufig beim monotonen Spielen oder einfach beim Herumtrödeln.

Siehe dazu auch



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© Werner Stangl Linz 2017