Archiv für die Kategorie „Sprachen lernen“

Business English Poster

Montag, 3. Mai 2010

Für das Erlernen des Wirtschaftsenglisch gibt es jetzt drei neue Lernposter mit je ca. 900 Redewendungen und Wörtern. Diese drei Poster enthalten weit über 900 englische Wörter und Redewendungen für den täglichen Einsatz in Büro und Wirtschaft. Diese Poster für die Wirtschafts-Profis decken die wichtigsten Phrasen und Wörter ab, die im Handel und in der Wirtschaft verwendet werden und sind unerlässlich für alle, die ihre Business-Korrespondenz in Englisch verfassen müssen. Die Redewendungen und Wörter sind in 8 Hauptkategorien und 39 Unterkategorien sortiert und sofort in der Korrespondenz einsetzbar:

  • Business English I: Korrespondenz-Basics, Anfrage, Angebot, Auftrag, Zahlung, Unregelmäßigkeiten, Material und Vertrieb.
  • Business English II: Projektmanagement, Marketing, Internationaler Handel, Ethik, Messen, Büro, Personal
  • Business English III: Bankwesen, Finanzwesen, Rechnungswesen, Versicherung

Gitarrenskalen

Bestellung der Business-English-Poster

Vokabel-Poster für den Grundwortschatz

Donnerstag, 4. März 2010

franzoesischposterEin Vokabel-Poster ist ein Poster (Größe 70 x 100cm) mit 1500 Vokabeln aus dem Grundwortschatz einer Fremdsprache, kann man sich übers Bett, in die Küche oder ins Badezimmer hängen. Jedes Mal, wenn man daran vorbeigeht, schaut man sich mindestens eine Vokabel an. Das kostet viel weniger Überwindung, als sich zum Pauken an den Schreibtisch zu setzten.

Durch die ständige Wiederholung prägen sich die Vokabeln fast von alleine ein. Die Wörter sind Lehrbuch-unabhängig und in Kategorien geordnet. Der Hintergrund des Englisch-Posters ist mit Sehenswürdigkeiten aus London, das Französisch-Poster aus Paris gestaltet.

Ein solches Poster mit dem Grundwortschatz aus Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. kann im Internet unter http://lernposter.lerntipp.at/ bestellt werden.

Für das spielerische Erlernen der ersten englischen Wörter im Kindergarten, in der Vorschule und in der Grundschule gibt es jetzt das Lernposter “My first English words” mit Bildern und den Begriffen in Deutsch und Englisch. Auch für das sichere Erlernen der English irregular verbs im Vorübergehen gibt es jetzt ein eigenes Lernposter.

Mehrsprachigkeit verändert das Gehirn

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Mehrsprachigkeit beeinflusst nicht nur die geistigen Fähigkeiten der Menschen, sondern bewirkt auch nachweislich anatomische Veränderungen an bestimmten Strukturen des Gehirns. Mehrsprachigkeit verändert zunächst jene geistige Fähigkeiten, die zwar für den Gebrauch von mehreren Sprachen im Alltag notwendig sind, aber auch für nicht unmittelbar sprachliche Kompetenzen genutzt werden, also etwa die Fähigkeit zur Verarbeitung von Störreizen und die Flexibilität beim Wechsel der Aufmerksamkeit von einem Aspekt auf einen anderen. Mehrsprachige Personen brauchen naturgemäß diese Fähigkeiten häufiger und intensiver, weil sie je nach Kontext die eine oder andere Sprache ausblenden und zwischen den Sprachen wechseln müssen.

Nicht Vokabeln lernen …

Samstag, 19. September 2009

… sondern die Sprache lernen

Dieser praktische Tipp findet sich auf “http://www.vokabeln.com/” – es heißt dort

  • Fast alle DVDs haben heute Originaltonspuren, so dass das gesamte Hollywood-Sortiment für Englisch zur Verfügung steht. Dabei doe Untertitel einschalten – am besten die Englischen. Und man muss nicht alles auf Anhieb verstehen.
  • Für Englisch und Französisch gibt es viele Comics für jeden Geschmack – auch für Erwachsene. Auch hier helfen die Bilder und man muss nicht jede Vokabel verstehen.
    Ein paar Anregungen: Englisch (für Kinder): Peanuts, (für Erwachsene): Watchman Französisch: Tintin
  • Bücher. Wie wäre es mit “Bis(s) zum Morgengrauen” auf Englisch (Original-Titel: Twilight)? Sicher kein Charles Dickens, dafür aber mit überschaubarem Vokabular, so dass man recht leicht “reinkommen” sollte.
  • Oft etwas schwieriger einzufädeln, aber ungleich effektiver: Austausch mit Muttersprachlern.

Gerade über das Internet bestehen heute viele Möglichkeiten, etwa über Skype kostengünstig mit Muttersprachler zu reden – es gibt genug Communities zu Themen, die einen selber interessieren. Das ist besonders wichtig für die Motivation – so kann heute kein Computerfreak ohne englische Newsgroup erfolgreich sein,

Und natürlich zur Unterstützung für den Grundwortschatz: Das Vokabelposter

Elterntipps zur Förderung ihrer Kinder

Dienstag, 15. September 2009
  • Kinder wollen lernen, sie sind wissbegierig. Daher sollten Eltern von Anfang an die Lust am Lernen und am Neuen anfeuern. Die Hirnforschung zeigt aber deutlich, dass äußere Anreize – also etwa Belohnungen – bei weitem nicht so wirksam sind wie die inneren Motivatoren. Nicht um des Geldes und der Ehre willen leisten Kinder und Erwachsene oft nahezu Unglaubliches: Sie tun es vor allem, weil sie es wollen.
  • Belohnungen für gute Noten sollten die Ausnahme bleiben. Besser wäre es, dem Kind mal mit einem Ausflug oder einem Kinobesuch eine Freude zu machen. Wichtig ist in jedem Fall, die Belohnungen zu variieren, darauf spricht das Gehirn besonders an. Und ganz wichtig ist es generell, den Kindern das Gefühl zu geben, dass die Eltern ihre Leistungen auch anerkennen.
  • Es ist aber ein Mythos, dass Musikhören dauerhaft die Intelligenz von Kindern steigert. Allerdings hat eigenes Musizieren sehr wohl bleibenden positiven Einfluss auf die Intelligenz. Man vermutet, dass Verschaltungen zwischen den beiden Großhirn-Hemisphären durch das Musikmachen besonders effektiv ausgebildet werden und Musizieren ein riesiges Trainingsprogramm für das Gehirn darstellt.
  • Auch sprachliche Kompetenz ist entscheidend für den Schulerfolg. Kinder lesen dann viel und gut, wenn die Eltern ihnen regelmäßig vorlesen. Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass Kinder umso besser sprechen konnten und in IQ-Tests höhere Ergebnisse erzielten, je häufiger die Eltern mit ihnen sprachen. Eltern, die Negativaussagen und Verbote auf ein Minimum beschränkten und durch eine positive Reaktion häufig auf die Äußerungen ihrer Kinder eingingen, förderten ihre Sprachkompetenz am besten.
    Timothy A. Keller & Dr. Marcel Just (Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh) untersuchten die Gehirne von Kindern zwischen acht und zehn Jahren mit mangelhaften Lesefertigkeiten vor und nach einem intensiven Lesetraining von 100 Stunden, wobei die Kinder u.a. immer wieder das Lesen von Wörtern und Sätzen übten. Dieses Training verbessert nach ihren Ergebnissen aber nicht nur die Lesefähigkeiten der Kinder, sondern es waren  in Korrelation zur Steigerung der Lesekompetenz auch in der weißen Gehirnsubstanz deutliche Umstrukturierungen zu erkennen. Beim Lesen identifizieren bestimmte Gehirnbereiche Buchstaben, andere müssen den bekannten Wortschatz und die Grammatik zur Verfügung stellen und wieder andere Areale sind dafür zuständig, die Bedeutung zu interpretieren. Daher ist die weiße Substanz mit ihrer Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, so bedeutsam für die Lesefähigkeit, wobei bereits kleine Veränderungen in der weißen Substanz zu einer deutlichen Verbesserung auch anderer kognitiven Leistungen führen. Solche Trainingseffekte waren schon bisher für das Erlernen neuer Fähigkeiten wie Jonglieren oder Spielen eines Musikinstruments nachgewiesen worden.
  • Um gezielt lernen und arbeiten zu können, braucht ein Schüler einen festen Arbeitsplatz. Freizeit- und Arbeitsbereich sollten voneinander getrennt werden. Deshalb empfiehlt es sich nicht, die Hausaufgaben am Küchentisch zu erledigen oder am Arbeitsplatz zu essen. Ein Schulkind braucht nicht unbedingt ein eigenes Zimmer, aber es sollte einen eigenen Arbeitsplatz haben. Laute Musik oder ein laufender Fernseher erschwert die Konzentration. 15 Minuten vor Beginn der Hausaufgaben die Fenster öffnen.
  • Feste Zeiten erleichtern den Start für die Hausaufgaben. In der Regel ist es günstig, nach einer ausreichenden Pause nach dem Mittagessen zu beginnen. Idealerweise sollte ein Kind, das gegen 14 Uhr aus der Schule kommt, also gegen 15 Uhr nach einem nicht allzu fetten Mittagessen mit den Aufgaben beginnen. Aber: Einige Kinder sind tatsächlich abends aufnahmefähiger. Deshalb sollten Eltern immer den individuellen Rhythmus beobachten.

Quellen
Ausschnitte aus einem Interview von Andrea Huber mit Martin Korte in der Berliner Morgenpost vom 15.9.2009.
Lesen verbessert den „Datenaustausch“ im Gehirn.
WWW: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/  (10-02-06)

Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache

Samstag, 25. April 2009

Die Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache durch ein Training der phonologischen Bewusstheit

Dieser Artikel dokumentiert ein Projekt, welches Subgruppen von Kindern identifizieren sollte, die nicht oder kaum von einem Training der phonologischen Bewusstheit profitieren. Bisher konnte ermittelt werden, dass Kinder mit deutscher Muttersprache von diesem Projekt profitieren. Unklar ist jedoch, ob auch Kinder mit Migrantenhintergrund davon profitieren (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 66-67)

Ablauf
Das Projekt bestand aus Vor- und Nachtests. Getestet wurden 438 Vorschulkinder von Regelkindergärten, das Durchschnittsalter betrug 5,7 Jahre. Um einen Vergleich zu haben, wurden sowohl Kinder mit deutscher Muttersprache als auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache getestet. Die Vor- und Nachtests bestanden jeweils aus Aufgaben zu den drei Komponenten der phonologischen Informationsverarbeitung, d.h. zur phonologischen Bewusstheit, zum phonologischen Arbeitsgedächtnis und zur Geschwindigkeit beim Zugriff auf das semantische Lexikon (die Kinder mussten so schnell wie möglich angeordnete Abbildungen namentlich benennen können). Außerdem nahmen die Kinder noch zusätzlich am Trainingsprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“, sowie am ergänzenden Buchstaben-Laut-Training teil. Diese Programme bestanden aus Reimspielen, Silbenerkennungen,…(vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 67-69).

Ergebnisse
Bei den Vortests schnitten die Migrantenkinder in der Mehrzahl der eingesetzten Testverfahren signifikant schlechter ab, als die Kinder mit deutscher Muttersprache. Die Migrantenkinder zeigten den größten Rückstand beim Reimen und beim phonologischen Arbeitsgedächtnis. Keine großen Unterschiede gab es jedoch beim Zahlenbenennen und bei der Buchstabenkenntnis.
Durch die Defizite in der sprachlichen Informationsverarbeitung können diese Kinder als Risikokinder für spätere Lese-Rechtschreibschwierigkeiten eingestuft werden. Der Haupteffekt für diese Defizite liegt im Zeitfaktor.
Auch bei den Nachtests schnitten die Migrantenkinder deutlich schlechter ab als die Kinder mit deutscher Muttersprache. In allen Bereichen konnten zwar Steigerungen gemessen werden, jedoch lagen diese immer noch unter den Werten der einheimischen Kinder.
Unabhängig von der Sprache gilt demnach: Je besser die phonologische Bewusstheit am Ende des Trainings, desto besser die Lese-Rechtschreibleistung (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 69-72).

Diskussion

Trotz der Fortschritte in phonologischen Bereich schnitten die geförderten Migrantenkinder im Lesen und Schreiben insgesamt schlechter ab als die Kinder mit deutscher Muttersprache. Hinweise darauf, wie man Kindern mit Deutsch als Zweitsprache das Lesen- und Schreibenlernen zusätzlich erleichtern kann, können systematische Analysen ihrer Defizite liefern. Bislang liegen allerdings nur wenig Erkenntnisse darüber vor, wie sich diese Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund genau äußern (zB: durch ein verlangsamtes Lesetempo oder eine geringere Lesegenauigkeit) (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 72-73).

Verwendete Literatur
Marx, P., Schneider, W. & Weber, J. (2007). Die Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache durch ein Training der phonologischen Bewusstheit. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 21, 65-75.

Die Freiburger Rechtschreibschule – FRESCH

Donnerstag, 12. Februar 2009

Freiburger Rechtschreibschule (FRESCH) ist eine Methode zur Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreib-Störung, die von Psychologen und Lehrern entwickelt wurde. Der Methode liegt die Synchronisierung von Bewegung und Sprache zugrunde.

Der Schriftspracherwerb orientiert sich am Silbenlesen, indem die Schüler zunächst die Wörter sprechen und sich gleichzeitig bei jeder Silbe in Schreibrichtung bewegen. Der rechte Fuß beginnt, der linke rückt nach, die Schreibhand führt bei jeder Bewegung einen tiefen Girlandenbogen aus. Ursprünglich für Kinder mit LRS entwickelt, wird die Methode auch Rechtschreibunterricht der Grundschule angewendet.

Da es wenig sinnvoll ist, beeinträchtigte Einzelfunktionen zu trainieren, glaubt man, dass das menschliche Gehirn Informationen, anders als beim Computer, synchron in miteinander vernetzten Gebieten verarbeitet. Gestörte Einzelfunktionen können demnach durch die Synchronisierung aller weiteren Funktionen kompensiert werden. Die rhythmische Vertiefung beim Sprechen und in der Bewegung beim Schwingen führt zu einer Entkrampfung und schafft dadurch Energien für die gestellten Aufgaben. Die Sprechsilbe hat nicht nur für die Musik eine herausragende Bedeutung, sondern auch für unsere Sprache als natürliche Segmentierungseinheit. Durch die dadurch erreichte Verlangsamung der Sprache wird die Artikulation deutlicher. Zusammen mit den Pausen und den rhythmischen Bewegungen wird der Zugang zur Schriftsprache geöffnet.


Die zentrale Aufgabe bei dieser Methode ist es, Sprache und Bewegung gleichzeitig ablaufen zu lassen. Ein Wort wird in Silben zerlegt, und dabei in “Schwüngen” gesprochen. Hierbei beginnt man mit einer etwas höheren Stimme, während man die Silbe beginnt. Im Verlauf des Sprechens wird die Stimme tiefer, so dass die Buchstaben über den Bauchraum klingen, um am Ende der Silbe wieder „oben“ anzukommen. Gleichzeitig macht man dazu mit der Schreibhand (rechts oder links) einen tiefen Bogen in Schreibrichtung unter dem gelesenen Wort, auf der Tischplatte oder in die Luft. So verfährt man mit jeder weiteren Silbe des Wortes. Gerade am Anfang ist es hilfreich, dass man sich dazu im Raum bewegt. Hierbei schreitet man, während man die Silbe spricht, in Seit-Steppschritten mit dem rechten Fuß nach rechts in Schreibrichtung und zieht den linken Fuß nach. Gleichzeitig beginnt man mit der Schreibhand einen Bogen, der etwa auf Schulterhöhe beginnt, über Bauchhöhe wieder zur Schulterhöhe geführt wird. Synchron wird dazu eine Silbe gesprochen.

Für das rhythmisch-melodische Sprechschwingen im Wortinnern eignen sich besonders lange Wörter, sogenannte “Schlangenwörter”. Nehmen wir dazu das Wort: Sonnenblumenkerne. Die erste Silbe lautet Son. Ich setze dazu die Hand in Höhe der Schulter an, beginne mit mit dem S, schreite einen Schritt nach rechts, während die Stimme tiefer wird und die Hand nach unten in Bauchhöhe gleitet. Nun lasse ich den Buchstaben o erklingen. Die Hand bewegt sich wieder in Schulterhöhe, die Stimme wird höher, der linke Fuß wird nachgezogen und nun erklingt der Buchstabe n. Pause. So verfahren Sie mit den restlichen Silben. Es ist nur scheinbar kompliziert. Manche Kinder schaffen die Silbentrennung nicht. Hier reicht es aus, wenn Sie die Hand des Kindes führen.

Der frühe Spracherwerb

Samstag, 1. November 2008

Bisher wusste an über den frühen Spracherwerb, dass sich Babys und Kleinkinder mit zunehmendem Alter auf Konsonanten und Vokale ihrer Sprache konzentrieren und dabei Laute ausschließen, die nicht zu ihrer Muttersprache gehören. David Swingley (University of Pennsylvania) untersuchte nun die Sprachentwicklung bei Babys, indem man diesen zwei Bilder präsentierte, etwa einen Apfel und einen Hund, dann einen der beiden Begriffe benannte und beobachtete, welche Augenbewegungen die benannten Begriffe auslösten. Dann veränderte man die Begriffe ein wenig, indem man verschärfte Konsonanten oder verlängerte Vokale verwendete. Diese falsche Aussprache führte dazu, dass die Kinder weniger oft auf das richtige Objekt blickten, womit bewiesen wurde, dass sogar schon Einjährige Aussprachefehler unterscheiden können. Offensichtlich erlernt ein Kind zuerst den Wortklang und erst später die Bedeutung. Sechs Monate alte Babys aus englischsprachigem Umfeld konnten sogar zwischen ähnlichen Konsonanten der Sprache Hindi, die es im Englischen nicht gibt, unterscheiden, verloren diese Fähigkeit jedoch mit einem Jahr wieder. Kinder lernen also zuerst den Klang möglichst vieler Wörter und sammeln erst später Information über deren Bedeutung. Schon mit acht Monaten können sie somit Wörter nach ihrer Hörform wiedererkennen, aber erst zehn Monate später wissen sie auch um deren Bedeutung Bescheid und unterscheiden sie von ähnlichen Wörtern. Auch das Sprechhören entwickelt sich erst allmählich: Sieben Monate alte Kinder erkennen dasselbe Wort noch nicht wieder, wenn es von Mann und Frau oder mit verschiedenen Betonungen ausgesprochen werden, aber im Alter voni zehn Monaten gelingt es schließlich.
Spracherwerb hängt also in hohem Maße mit der Fähigkeit zur frühen Wiedererkennung von Wörtern zusammen, denn Babys schaffen es, Sprachlaute und Hörformen von ganzen Wörtern wahrzunehmen und damit ihren Wortschatz zu vergrößern und die Sprache grammatikalisch richtig zu erlernen.

Quelle: http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=081031029 (08-11-01)

Mikro-Lernen – ein neuer Trend

Samstag, 11. Oktober 2008

E-Learning wird nach der Meinung von Experten noch individueller werden: durch Mikro-Lernen. So lassen sich Fremdsprachen auch in kleinen Portionen lernen – beispielsweise mittels Handy, Internet oder Podcast. Dadurch kann sich E-Learning dem Lebens- und Arbeitsrhythmus der Lernenden anpassen, etwa die Verarbeitung von kleinsten Informationseinheiten (zwei bis fünf Minuten) in den Zwischenräumen des täglichen Lebens, z.B. in der U-Bahn oder in der Arbeitspause.

Tandem-Lernen

Freitag, 26. September 2008

Beim Sprachenlernen im Tandem kommunizieren zwei Personen unterschiedlicher Muttersprache miteinander, um gemeinsam und voneinander zu lernen. Dabei bringt jeder die Kompetenzen ein, über die er schon verfügt und die der andere erwerben will: seine kommunikativen Gewohnheiten in der Muttersprache, sein kulturelles Hintergrundwissen, sein Sachwissen über den eigenen Lebensbereich. Zusätzliche Qualifikationen benötigt er in der Regel nicht. Die Lernenden trainieren ihre sprachlichen Fertigkeiten dadurch, dass sie jeweils vom “Modell” des anderen lernen, aus dessen Korrekturen, Verständnis- und Formulierungshilfen. Nachfragen, um Hilfe bitten, Erklären – von diesem wechselseitigen Engagement profitieren beide, auch wenn jeder sein eigenes Lernziel verfolgt. Tandemlernende sind motivierter, weil das Kommunizieren mit einem native speaker und über selbst gewählte Themen Spaß macht. Hier ist praxisbezogenes und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenes Lernen möglich, und Fortschritte werden unmittelbar erlebt: Was gelernt wird, wird sofort angewandt.

Tandem

Das eTandem-Netzwerk

Eine interaktive Nutzung von E-Mail im Fremdsprachunterricht bietet das E-Mail-Tandem-Network. In diesem Netz findet z. B. ein Französischlernender schnell einen Gesprächspartner in Frankreich, der seinerseits daran interessiert ist, sein Deutsch zu verbessern. Lernende sind hier immer zugleich Lehrende. E-Mail-Tandems sind gefragt für alle europäischen und einige außereuropäische Sprachen in (fast) allen Kombinationen. Das Netz lässt also die herkömmliche Brieffreundschaft wiederaufleben, allerdings mit Reaktionszeiten, die so schnell sind, dass sie sich auf die Inhalte und den Stil der ausgetauschten Botschaften auswirken.

Quelle: http://www.taz.de/4/reise/specials/reisehungrig-
bildungsdurstig/artikelseite/1/sprachen-lernen-im-doppelpack/ (08-09-26)