Zum Thema ‘Prüfungsvorbereitung’

Unter Prüfungsvorbereitung werden jene Hinweise und Tipps gegeben, die Schülerinnen und Studentinnen helfen können, ihre Prüfung optimal vorzubereiten.



Unter Prüfungsvorbereitung werden jene Hinweise und Tipps gegeben, die Schülerinnen und Studentinnen helfen können, ihre Prüfung optimal vorzubereiten.

Vorbereitung auf eine Prüfung: Zusammenfassungen schreiben



Es ist eine altbekannte Tatsache, dass man mit der Vorbereitung für eine Prüfung oder einen Test so früh wie möglich beginnen sollte. Ebenfalls bekannt ist, dass je geringer die zeitliche Distanz ist, die zwischen dem ersten Hören eines Sachverhalts im Unterricht und dem Erlernen liegt, umso einfacher fällt das Lernen und umso leichter kann man sich den Stoff merken.

Um diese Sachverhalte des menschlichen Lernens zu unterstützen, sollte man daher nach jedem Kapitel oder Themenabschnitt eine Art Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten – vielleicht gleich in Form von Fragen und Antworten – verfassen, die man bei der Prüfung beherrschen muss. So muss man für die Wiederholungen in der heißen Lernphase vor einer Prüfung nicht hunderte Seiten an Notizen durchgehen, sondern hat bereits den gesamten Lernstoff auf eine überschaubare Anzahl an Seiten reduziert.

Ein Nebeneffekt ist dabei, dass dieses schriftliche Zusammenfassen eine besonders intensive Form des Lernen ist, sich man bereits vor Beginn der letzten Lernphase für die Prüfungen mit jedem Thema intensiv auseinandergesetzt hat und daher beim Lernen nicht bei Null beginnt.



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Tipps gegen Denkblockaden bei Prüfungen



Warum kommt es zur Prüfungsangst und zu Blockaden bei einer Prüfung? Die Wurzeln liegen meist in früheren Erfahrungen: Anstrengen, Bemühen, Üben helfen nicht, wenn eine Blockade durch emotionalen Stress vorliegt, wobei emotionaler Stress die Leistungs- und Lernfähigkeit jedes Menschen erheblich beeinträchtigt. Das liegt daran, dass beim Lernen Informationen Art ständig auf die Menschen einströmen, wobei sus diesen verschiedenen Informationen wie Umgebungsgeräuschen – also Telefon, Autogeräusche, Unterhaltungen anderer Menschen, Radio, Fernseher, Lichtverhältnisse – der Arbeitsspeicher entscheiden muss, welche Informationen es wert sind weitergeleitet zu werden, welche bekannt sind und welche neu sind. Eine neue Information, die in das Kurzzeitgedächtnis gelangt, verbleibt dort nur für eine gewisse Zeit, denn wird diese neue Information in nächster Zeit nicht auf irgendeine Art und Weise bearbeitet (Rehearsal), wird sie nicht ins Langzeitgedächtnis weitergeleitet. Nur Informationen, die dort ankommen, können später auch wieder abgerufen werden. Nun wird aber alles, was im Langzeitgedächtnis abgelegt wird, immer mit Emotionen verbunden, denn  allem, was man dauerhaft lernt, liegt eine Emotion zugrunde. Informationen, die für einen Menschen nichts bedeuten, also keine Sinnhaftigkeit aufweisen, werden nicht auf Dauer abgespeichert. Zu Blockaden kann es deshalb kommen, da eben auch die emotionalen Inhalte, die mit der Information im Langzeitgedächtnis abgelegt worden waren, automatisch auch beim Abrufen dieser Information wieder aktiviert werden. Hat man also in einer Stresssituation unter Druck oder Furcht gelernt, ruft das Gedächtnis automatisch auch diese Gefühle wieder ab. So kommt es zu Lernblockaden und im Weiteren auch zur Prüfungsangst.

  • Informationen einholen: Wer nicht weiß, was bei einer Prüfung kommen kann und wie die Prüfung abläuft, kann sich nicht optimal vorbereiten. Deshalb: Unbedingt beim Lehrer nachfragen!
  • Rechtzeitig anfangen: Gutes Zeitmanagement ist eine Grundvoraussetzung für stressfreies Lernen. Plan aufstellen, was wann zu tun ist; Zeit zum wiederholen einplanen; den Plan einhalten!
  • Kurz und gut: Den Stoff in Lernportionen aufteilen, Aufgaben strukturiert angehen. Wer sich für einen mündlichen Test vorbereitet, sollte üben, den Stoff vorzutragen.
  • Kontinuierlich arbeiten: Im Unterricht aufpassen und Hausaufgaben machen ist der halbe Erfolg.
  • Pausen einplanen: Wann und wie lange ist individuell unterschiedlich, doch nach einer Stunde sind 15 bis 20 Minuten hilfreich. Siehe dazu „Wann soll man beim Lernen eine Pause machen?
  • Entspannen: Relaxen lernen lohnt sich: Wer Entspannungstechniken beherrscht, kann sich bei Stress schneller beruhigen.
  • Vorstellungskraft: Sogenanntes Mentaltraining hilft: SchülerInnen stellen sich vor, wie sie zur Prüfung gehen, wie der Lehrer Fragen stellt, wie sie darauf reagieren. Wer in Gedanken eine angstbesetzte Situation durchlebt, kann sie in echt besser meistern.

Quelle: http://www.focus.de/schule/lernen/forschung/
tid-11820/denkblockade-denkblockaden-vorbeugen_aid_332936.html (08-10-16)



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Exzerpte sind aufwändig und zeitintensiv



Exzerpte sind schriftliche Textauszüge aus Büchern, Zeitschriften oder Artikeln, wobei Exzerpte dabei wörtlich übernommen werden (bei Zitaten immer mit Quellenangabe) oder sinngemäße Zusammenfassungen sein können. Exzerpte sind eine bewährte Technik, das Wesentliche eines Textes herauszuarbeiten und für eine spätere Verwendung festzuhalten. Selbstformulierte Exzerpte sind dabei für prüfungsrelevante Texte zu empfehlen, weil durch die eigenen Worte und das Niederschreiben des zusammengefassten Textes die Lerninhalte besser verstanden und in bereits Bekanntes eingeordnet werden. Die Erstellung von Exzerpten ist zwar sehr zeitaufwändig, jedoch wird auch der Inhalt dabei schon gelernt und länger behalten. Exzerpte erfordern große Sorgfalt und sollten sich nur auf das Wesentliche des Textes beschränken. Beim Exzerpieren geht man erst nach dem gründlichen Lesen schrittweise so vor:

Zuerst verschafft man sich zuerst einen Überblick über den gesamten Text, dann liest man Abschnitt für Abschnitt genau durch und stellt dabei jeweils folgende Fragen: „Wie lautet das Thema des Abschnitts?“ und „Was wird über das Thema gesagt?“. Danach sucht man für jeden Abschnitt eine Überschrift oder ein Schlagwort und notiert dieses oben auf seinem Exzerptpapier. Danach schreibt man mit eigenen Worten die Aussagen des Abschnitts sowie Definitionen, Formeln oder Leitsätze auf. Anschließend fasst man die wesentlichen Aussagen verschiedener Abschnitte bzw. der Kapitels auf einem neuen Blatt verdichtend zusammen und sucht auch dafür Überschriften und Schlagwörter. Wenn man auf diese Art und Weise ein ganzes Buch oder einen längeren Artikel bearbeitet hat, dann liest man nochmals die zusammengefassten Exzerpte durch und notiert dazu eigene Gedanken, Überlegungen und Hinweise bzw. weiterführende Literatur oder eigene Beispiele.

Der Vorteil dieses Vorgehens ist es, dass man durch die eigenen Formulierungen den gelesenen Text auch wirklich verstehen muss, das Wesentliche vom Unwichtigen trennen kann, den Text geordnet, gegliedert und durch Anmerkungen mit bereits Bekanntem verknüpft hat, Einzelinformationen in größere Sachzusammenhänge setzen kann, sich die geschriebenen Lerninhalte besser einprägen und bei späteren Wiederholungen viel Zeit und Aufwand sparen kann. Dieses Vorgehen ist zwar am Anfang etwas mühsam und zeitaufwändig, doch es schult durch seine differenzierte Vorgehens- und Strukturierungsweise ganz besonders die Denk- und Ausdrucksfähigkeit, was einem weiteren Studium zugute kommt.

Der Trick bei Exzerpten ist der wie bei der Abfassung von Schwindelzetteln: Man braucht sie eigentlich nicht mehr, denn Exzerpieren ist Lernen!



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© Werner Stangl Linz 2018