Zum Thema ‘Populärwissenschaftliches’

Hier werden Texte versammelt, die sich eher an die Allgemeinheit errichten.



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Gelerntes vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis bekommen




Damit Gelerntes vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis kommen kann, müssen die neuen Informationen als wichtig bewertet werden, wobei diese Selektion einen natürlichen Schutzmechanismus des Gehirns darstellt und der Überflutung mit uninteressanten Informationen entgegenwirken soll. Dabei ist von Mensch zu Mensch verschieden, welche Augenblicke, Objekte oder Gerüche gespeichert werden, denn das hängt mit der Bedeutung zusammen, die man dem aktuellen Geschehen beimisst. Eine wichtige Rolle kommt dabei den Gefühlen zu, denn bekanntlich werden Ereignisse, die besonders starke Emotionen auslösen ein Leben lang nicht mehr vergessen, während einfache und meist häufig wiederholte Begebenheiten des Alltags es nicht in den Langzeitgedächtnis schaffen, sodass diese als unwichtig empfundene Informationen vom Gehirn einfach gelöscht oder durch andere Inhalte überschrieben werden. Hinzu kommt, dass man sich mit zunehmendem Alter an immer weniger Dinge erinnern kann, was nicht nur mit einem Abbau des Gedächtnisses – das Stirnhirn verliert an Funktionsfähigkeit und Volumen- zu tun hat, sondern auch mit einer Umstrukturierung des Gehirns.



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Schlechte Gewohnheiten verlernen




mit haaren spielen

Neben nützlichen Routinen entwickeln Menschen auch solche Gewohnheiten, die sie lieber wieder loswerden möchten, etwa in der Nase zu bohren, Fingernägel zu kauen, Haare zu drehen oder am mit dem Stuhl zu schaukeln. Alle diese Gewohnheiten sind gelernt, doch es ist nicht so leicht, diese wieder zu verlernen, was daran liegt, dass das Gehirn von sich aus nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden kann. Gelernt ist eben gelernt. Das Gehirn hält aus diesem Grund lieber an dem fest, was sich einmal bewährt hat, und was sich bewährt hat, wird eben wiederholt, sodass sich die neuronalen Verbindungen immer mehr verstärken. Allmählich werden solche Gewohnheiten immer mehr vom Unbewussten gesteuert. Um aus diesen Gewohnheiten auszubrechen, also diese zu verlernen, braucht es daher Zeit, Ruhe und vor allem das Bewusstsein, solche unerwünschten Gewohnheiten wieder loszuwerden. Eine Möglichkeit ist es, den Auslösereiz mit anderen erwünschten Verhaltensweisen zu verknüpfen, d. h., dem Gehirn neue Möglichkeiten anzubieten, um die alten Verknüpfungen im Gehirn zu ersetzen. Oft hilft es auch, die auslösenden Situationen zu vermeiden und das Umfeld zu verändern.

Literatur

Stangl, W. (2018). Stichwort: ‚Gewohnheit‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/6140/gewohnheit/ (2010-02-03)



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Lern-Metaphern




Lern-Metaphern geben einen Einblick in das Verständnis vom Lernen. Wegner & Nückles (2015, 2016) haben einige Lern-Metaphern gesammelt, um zu zeigen, wie unterschiedlich von den Menschen Lernen wahrgenommen wird. Für den einen ist es, wie mit einer Käsereibe über die Stirn hobeln, für den anderen so etwas wie in den Kampf ziehen, zum Zahnarzt gehen oder ein Müsli essen. Bekannt ist auch das Bulimie-Lernen, bei dem man sich schnell Wissen in den Kopf stopft, bei der Prüfung wieder ausleert und danach schnell vergisst. Für einige ist Lernen wie Wandern, das nicht immer Spaß macht, aber wenn man am Ziel ist, dann fühlt es sich gut an. Manche beschreiben Lernen als das Sortieren einer Bibliothek.
Bei Lehrenden dominieren Lern-Metaphern, die das Lernen als gemeinsame Erfahrung schildern. Für einen Philosophieprofessor ist das Lernen wie wenn man durch den Säulengang wandelt und Probleme diskutiert, für einen Ökologen ist Lernen wie ein Wald, durch den man mit den Studierenden geht und sich den Wald gemeinsam anschaut. Schulisches Lernen wird von SchülerInnen eher mit Sport verglichen, und ist eine Notwendigkeit, die man so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte. Für viele ist man als Lernender wie ein Schwamm, der die ganzen Informationen wie Wasser aufsaugt, und wenn man dann einen Test schreibt, dann lässt man des Wasser wieder ab und daraus entsteht eine Leere im Kopf.

Literatur

Wegner, E. & Nückles, M. (2015). From eating to discovering: How metaphors of learning change during students‘ enculturation. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 10, 145-166.
Wegner, E. & Nückles, M. (2016). Training the brain or tending a garden? Students‘ metaphors of learning predict self-reported learning patterns. Frontline Learning Research, 3, 95-109.



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© Werner Stangl Linz 2018