Zum Thema ‘Lerntipp’

Unter Lerntipps werden ergänzende Lerntipps vermittelt, die in Benjamins & Werners Lerntipps keinen Platz gefunden haben.



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FAST-Learning




FAST-Learning ist eine Methode in vier Schritten, um schneller und nachhaltiger zu lernen, wobei die Motivation, warum man etwas lernen möchte, dabei wie immer der Schlüssel zum Erfolg ist. Wenn man intrinsisch motiviert ist, sich etwas zu merken, ist man beim Lernen deutlich erfolgreicher, als wenn man den Sinn nicht sieht, warum man etwas lernen sollte.

Diese Methode des aktiven Lernens besteht auf vier Schritten:

  • Forget: Damit man für Neues offen ist, sollte man sich bei einer Vorlesung oder einer Lektüre davon lösen, dass man den Stoff ohnehin schon kennt, selbst wenn manches  tatsächlich bereits vertraut sind. Mit diesem kurzfristigen bewussten Vergessen von  bekannten Inhalten schafft man es eher, sich auf den neuen Inhalt zu fokussieren. Durch dieses aktive Vergessen kommt man wieder in einen Zustand der Neugier, vergleichbar mit jener Neugier von Kindern.
  • Active: Rein passives Konsumieren von Lernstoffen ist wenig geeignet, nachhaltig erinnert zu werden, d. h., denn Gelerntes sollte immer aktiv umgesetzt werden. Aktiv heißt in diesem Fall auch, eigenes Wissen zu kreieren und zu festigen durch Aufschreiben oder sich auf eine andere Art und Weise aktiv damit auseinanderzusetzen. Aufschreiben sollte man am besten aus dem Kopf, um so ein eigenes Konstrukt zu bilden, seine eigenen Gedanken zu ordnen und eine eigene Struktur aufzubauen. Dafür ist die Methode der Mind Map besonders geeignet.
  • State: In dieser Phase sollte man dafür sorgen, sich beim Lernen in einem guten mentalen Zustand zu bringen, denn ist man ausgeschlafen, neugierig und hat Spaß am Lernen, behält man mehr als wenn man keine Lust darauf hat und eher träge ist. Man sollte daher, bevor man sich mit einem Thema beschäftigt, kurz darüber nachdenken – am besten schriftlich -, warum man konkret das hier und das jetzt gerade lernen möchte.
  • Teach: Eine erfolgreiche Methode, um Wissen dauerhaft zu speichern, ist dieses anderen zu vermitteln, also jemandem zu erzählen, was man gerade gelernt hat. Nichts und lässt sind Lehrerinnen und Lehrer auch deshalb so gut informiert, welche sie das, was sie wissen, immer wieder ihren Schülerinnen beibringen müssen.

Literatur

FAST-Learning



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4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga zur Entspannung




Die 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga, die man bei Einschlafschwierigkeiten anwendet, kann aber nicht nur das Einschlafen erleichtern, sondern auch vor einer Lernphase für eine Erhöhung der Konzentration sorgen. Atmen beeinflusst bekanntlich Körper und Gedanken, aber auch Stimmungen und die ganze Person. Indem man bei dieser Übung die Aufmerksamkeit ganz auf die Atmung fokussiert und dabei nichts anderes tut, kann man in einen Zustand der Entspannung gelangen, der auch beim Lernen hilfreich sein kann.
Eine genaue Beschreibung der von Andrew Weil propagierten 4-7-8-Atemtechnik mit einem Video, in dem Weil die Methode genau demonstriert, findet sich im folgenden Link: 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga.

Bei dieser Übung wird im ersten Schritt mehr Sauerstoff eingeatmet, im zweiten Schritt hat der Sauerstoff mehr Zeit sich im Blut zu verteilen und der dritte Schritt verlangsamt beim Ausatmen die Herzfrequenz und lässt eine größere Menge von Kohlenstoffdioxid aus den Lungen entweichen. Das sind alles Faktoren, die auch die Konzentration beim Lernen fördern können (Stangl, 2016).

Siehe dazu auch das Forschungsergebnis „Nach dem Lernen durch die Nase atmen„.

Literatur

Stangl, W. (2016). 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga bei Einschlafschwierigkeiten. Werner Stangls Arbeitsblätter-News.
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/4-7-8-atemtechnik-aus-dem-yoga-bei-einschlafschwierigkeiten/ (2018-09-16).
Stangl, W. (2018). Nach dem Lernen durch die Nase atmen,. Werner Stangls Texte zum Lernen.
WWW: http://lernen.lerntipp.at/1976/nach-dem-lernen-durch-die-nase-atmen (2018-10-27).



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Der Countdown bis zur Nachprüfung läuft. Wer jetzt durchstartet, hat gute Chancen auf Erfolg.




Ein Monat süßes Nichtstun und das Gehirn vom Schulstress auslüften – das empfehlen Schulpsychologen allen Nachzipf-Kandidaten. Also, jetzt ran an die Bücher und Versäumtes nachholen, um bei der Wiederholungsprüfung nicht ins Stottern zu geraten.
Bestandsaufnahme. „Gemeinsam mit dem Nachhilfelehrer sollte man herausfinden, wo die Mängel liegen“, rät Werner Stangl, Professor für Psychologie und Pädagogik an der Uni Linz. Oft stellt sich heraus, dass im jeweiligen Gegenstandwesentliche Grundlagen fehlen, die es zuallererst gilt aufzuarbeiten. Stangl rät: „Schüler und Eltern sollten bereits zu Schulschluss mit dem Lehrerreden, um zu erfahren, wo dieser die Defizite ortet.“
Nachfragen. Gerhild Hanselmayer, Nachhilfelehrerin und Leiterin des Institutes Lernen ohne Stress (LOS), weiß aus Erfahrung, dass viele Lehrer auch gerne eine Lernprogramm für den jeweiligen Schüler bereitstellen, das Auskunft gibt, was zu lernen ist und welcher Stoff bei der Prüfung in die engere Wahl kommt.
Gemeinsam mit der Nachhilfe wird häufig in kleinen Schülergruppen mit maximal drei Personen eineinhalb Stunden pro Tag gelernt. „In der Gruppe fühlen sich viele Jugendliche wohler und können so auch ihr  “Leid“ besser teilen“, weiß Hanselmayer.
Motivation. „Wir machen auch gerne spielerische Wiederholung des Lernstoffs – das Gehirn nimmt das Gelernte dann besser auf.“ Abendmenschen könnten ruhig vor dem Einschlafen lernen, „aber danach bitte auf keinen Fall mehr fernsehen oder Computer spielen“, warnt die Nachhilfelehrerin. „Sonst bleibt das Gelernte nicht im Unterbewusstsein hängen.“
Fürs Leben.Gute Nachhilfelehrer achten auf den Lernstil des Schülers. Jemand, der ständig Fehler wegen Schlampigkeit beim Lesen von Textaufgaben macht, bekommt Konzentrationsübungen mit auf den Weg. Diese können schließlich später im Berufsleben ebenso nützlich sein. Bei Prüfungsangst helfen Probetests, die Situation zu analysieren und zu entschärfen.
Tag der Wahrheit. Wiederholen bis zum Schluss ist in Ordnung. Wer sich kurz vor der Prüfung neue Informationen zumutet, wird wohl mehr verwirrt als gut vorbereitet dastehen.

Gerhild Hanselmayer, Nachhilfelehrerin bei LOS
„Zu viele Lernstunden am Tag sind kontraproduktiv. Drei Stunden inklusive Hausübung vom Nachhilfelehrer genügen für die meisten Schüler, wenn noch vier Wochen Zeit sind.“
Werner Stangl, Professor für Psychologie und Pädagogik an der Uni Linz
„Eine Nachprüfung ist eine Chance, an die Sache neu heranzugehen – ohne täglichen Schulstress. Eltern sollten ihre Kinder nicht pausenlos fragen, ob sie eh genug lernen.“
Daniel Kaufmann, Schüler in der 11. Schulstufe
„Ich hatte zum Glück noch nie einen Nachzipf. Aber wenn, dann würde ich nicht den ganzen Sommer über lernen. Den Lernstoff portionsweise nachzuholen, fände ich sinnvoller.“
Morris Kosche, ab Herbst in der Maturaklasse
Meine Strategie ist aufgegangen: Vor zwei Jahren hatte ich eine Wiederholungsprüfung, für die ich erst ab Anfang August mit meiner Nachhilfelehrerin gelernt habe. Urlaub muss sein.“

TIPP & LINK
www.lerntipp.at ist eine umfangreiche Website von Werner Stangl mit praktischen Lerntechniken für Schüler ab der Grundstufe und auch für Erwachsene.
Schulpsychologie-Bildungsberatung mit wertvollen Tipps auf www.bmukk.gv.at.



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© Werner Stangl Linz 2018