‘Lernprobleme’

Als Lernprobleme bezeichnet man jene spezifischen Schwierigkeiten, die Lernende haben, wenn sie sich Stoff aneignen möchten.



Als Lernprobleme bezeichnet man jene spezifischen Schwierigkeiten, die Lernende haben, wenn sie sich Stoff aneignen möchten.

Was macht eine psychologische Studentenberatung?

Sonntag, Dezember 13th, 2015



Psychologische Studentenberatungen sind Servicestellen, die neben psychologischer Betreuung auch problemvorbeugende Maßnahmen durchführen, wobei zunächst in persönlichen Gesprächen dem Problem und möglichen Auslösern auf den Grund gegangen wird. In sehr vielen Fällen ist es eine Mischung aus nicht richtig lernen, zu spät anfangen und intensiv alles in sich hineinpauken, sodass am Prüfungstag alles durcheinander gebracht wird bzw. man ein Blackout hat. Aufregung und Nervosität vor einer Prüfung sind normal, denn Nervosität hat so ziemlich jeder Studierende und diese Spannung kann letztlich auch leistungsfördernd sein. Wenn aber die Stress- und Angstsymptome stärker werden und sie das Leistungsverhalten sehr stark beeinflussen, spricht man von einer Prüfungsangst. Hier kann eine psychologische Studentenberatung durch Tipps helfen, etwa mit Empfehlungen für gut gestalteten Rahmenbedingungen, geschicktere Arbeitsorganisation und schlauen Lerntechniken. Wenn sich aber herausstellt, dass etwa eine Prüfungsangst sehr weit zurückreicht und auch andere Themen in die Angst hineinwirken, werden unter Umständen auch externe Beratungsstellen und Psychotherapeuten herangezogen. In sehr vielen Fällen spielt auch die Studienwahl eine nicht unwesentliche Rolle, denn wenn jemanden ein Studium überhaupt nicht interessiert und es aus welchen Gründen auch immer durchgezogen werden muss, werden sich Betroffene auch nicht unbedingt in die Prüfungsvorbereitung hineinknien. Hier kommen Faktoren wie fehlende Motivation, Blamage vor Familie usw. zusammen. Das alles versucht man in einer psychologischen Studentenberatung zu besprechen, meist im Zusammenhang mit einem Aufbau von kontinuierlichem und nachhaltigem Lernverhalten, etwa durch ein Lerntraining, in dem man gezielte Vorbereitungs- und Bewältigungsstrategien lernt, die auch Arbeitsplanung, Selbstorganisation und ein geschicktes Zeitmanagement umfasst. In der Regel ist eine psychologische Studentenberatung kostenlos.

Quelle
http://www.unimag.at/studentenleben/2940-Prufungsangst-Dir-wird-geholfen.html (15-12-13)



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Zum Lernen motivieren

Samstag, Februar 22nd, 2014



Das Handlungsabfolgemodell nach Heckhausen, auch Rubikonmodell genannt, kann sehr hilfreich sein, wenn es gilt, sich zum Lernen zu motivieren. Dieses psychologische Modell besagt, dass eine Handlung aus genau mehreren Phasen besteht:

  • In der Abwägephase führt man eine innere Diskussion darüber, ob man jetzt wirklich lernen will oder nicht doch lieber einen Abend mit Freunden oder vor dem Fernsehgerät bevorzugt. Dabei kommt es darauf an, wie willenstark man in diesem Augenblick ist, wobei die Entscheidung für oder gegen das eigentliche Müssen meist negativ ausfällt – bekannt als innerer Schweinehund.
  • Ist aber der Wille stark genug, kommt es zum Überschreiten des Rubikon: man ist fest entschlossen, sich dem Lernen zu widmen, der Wille ist da und die magische Schwelle  überschritten.
  • Ist der Rubikon überschritten, beginnt die eigentliche Handlungsphase, d.h., man setzt sich hin und beginnt zu lernen.
  • Nach der Handlung folgt schließlich die Bewertungsphase, in der man sich vielleicht müde aber zufrieden fühlt.

Wenn man sich zu einem eher unangenehmen Lernen überwinden möchte, kann man versuchen, einfach die Abwägephase zu überspringen, indem man mit der Arbeit beginnt, ohne gleich das  Ziel zu haben, alles zu erledigen, sondern einfach nur drei bis fünf Minuten probiert. Wenn man danach noch immer noch keine Lust zum Lernen hat, kann man immer noch aufhören.


Übrigens gibt es nur im Deutschen den Begriff des inneren Schweinehunds, wobei der Begriff auf die Sauhunde zurückgeht, die früher bei der Wildschweinjagd eingesetzt wurden und die Wildschweine so lange hetzen mussten, bis diese total erschöpft und für die Jäger leichte Beute waren. Das Wort Schweinehund galt dann in der Studentensprache des 19. Jahrhunderts als grobes Schimpfwort, und wurde erst später zum Synonym für Willens- und Antriebsschwäche.

Literatur
Stangl, W. (2011). Das Rubikonmodell.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/1447/rubikon-modell/ (11-12-11)



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Konzentrationsstörungen durch elterlichen Druck

Mittwoch, September 4th, 2013



Eine der Ursachen von Konzentrationsstörungen bei Kindern kann offensichtliche aber auch der verborgene Druck sein, der auf sie ausgeübt wird. So bringen vorangehende Auseinandersetzungen und eventuell angedrohten Strafen durch Eltern nicht einmal kurzzeitigen Erfolg, denn diese wirken vor allem unbewusst lange nach. Unkonzentrierte Kinder sind nicht absichtlich unaufmerksam, leiden oft selber unter ihrer leichten Ablenkbarkeit und würden ihr Verhalten gern ändern, doch kennen sie in diesem Fall nicht die Ursachen. Wenn noch dazu irgendwelche Merkmale des Kindes wie das hyperkinetischen Syndrom oder das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom als Ursache im Raum stehen, dann wirkt das wie eine psychische Barriere, sich in Lernsituationen überhaupt zu bemühen, was sich vor allem bei den Hausaufgaben zeigt. Die Kinder vergessen, was sie aufhaben, zögern den Anfang der Hausaufgaben hinaus oder sitzen unentschlossen daran. Vor allem wenn sich am Nachmittag eines Kindes alles nur noch um die Schularbeiten des Kindes dreht, entsteht ein emotionales Klima auf beiden Seiten (!), das einer konzentrierten Arbeitshaltung abträglich ist.



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