‘Lernorganisation’

Mit Lernprozess sind jene Organisationsstrukturen gemeint, das Lernen erleichtern oder behindern können.

Lernen in den Ferien?

Dienstag, Juli 4th, 2017

Psychologen sind der Ansicht, dass die Ferienzeit sehr wichtig ist und für das freie Spiel und Erkunden genutzt werden sollte. Man weiß etwa, dass Kinder, die gut klettern können, auch einen guten Gleichgewichtssinn haben, was sich positiv auf das Mathematik-Verständnis auswirkt, denn Bewegung fördert zahlreiche kognitive Prozesse. Auch wenn ein Kind in den Ferien konzentriert etwas gestaltet, ist das ein Aufmerksamkeitstraining, das auch in anderen Situationen hilfreich sein kann.

Dabei sollte beachtet werden, dass für Kinder Spielen und Lernen keinen Unterschied macht. Der kindliche Spieldrang ist gleichzeitig ein Lerndrang, wobei dieser ihnen angeboren ist, der später gefördert wird, wenn man Begeisterung und Interessen bei Kindern frei zulässt, was in den Ferien leichter möglich ist als in der Schulzeit. Auch weiß man, dass Erfahrungen, die Kinder mit einer positiven Emotion verbinden, stärker wirksam sind und automatisch abgespeichert werden. Ferien sind die ideale Zeit für freies Spiel mit vielen Gelegenheiten, in denen man die natürliche Begeisterungsfähigkeit von Kindern fördern kann, auch um neue Fähigkeiten zu entdecken und Fertigkeiten zu entwickeln. Kinder brauchen auch in den Ferien Erholungsphasen, die jedoch in der Regel mit denen von Erwachsenen nichts gemeinsam haben, denn Kinder schaffen sich ihre Pausen häufig beim monotonen Spielen oder einfach beim Herumtrödeln.

Siehe dazu auch



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Die Vorstrukturierung beim Lernen

Donnerstag, März 2nd, 2017

Ein wesentlicher Schritt bei der Vorbereitung von Lernprozessen ist die Vorstrukturierung. Da das Gehirn äußerst ökonomisch arbeitet und Lernstoff, der nicht benötigt bzw. wiederholt wird, wieder vergessen wird, ist es wichtig, regelmäßig in seinem Gedächtnis Inventur zu betreiben, also das bereits Gelernte in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und dessen Struktur zu wiederholen. Durch Vorstrukturierung des Lernstoffes fällt es vielen Menschen leichter, Lernstoff zu memorieren und sich einzuprägen. Strukturierung des Lernstoffes, Visualisierungen, kreatives Lernen mit Merksprüchen, Lernen durch Bewegung und das Wiederholen können das Lernen zu erleichtern.
Eine geeignete Vorstrukturierung eines Themas durch den Lehrer bietet für die SchülerInnen auch ein Ordnungsgerüst für das anschließende Lernen. Insbesondere liefert eine Vorstrukturierung in vielen Fällen eine Reduktion der Komplexität eines Lernstoffes, indem dieser gruppiert und in Clustern gegliedert wird. Siehe dazu den Lerntipp „Listen lernen mit Chunks: Pack den Stoff in Klumpen!„.



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Interessefördernder Unterricht

Montag, Juni 6th, 2016

Für die Realisierung von interesseförderndem Unterricht muss man wissen, wie Interessen entstehen, wie sie sich entwickeln und wie man als Lehrerin oder Lehrer diese Entwicklung beeinflussen kann. Grundsätzlich  nimmt man eine kontinuierliche Interessengenese an, wobei auf der ersten Stufe eine zunächst an sich uninteressante Gegenstandsauseinandersetzung in ein aktuelles Interesse umgemünzt wird. Dies gelingt etwa, wenn diese Auseinandersetzung mit Begleitumständen und -themen verknüpft wird, die für die SchülerInnen interessant sind. Man spricht in diesem Zusammenhang von Catch-Faktoren, die das aktuelle Interesse eines Schülers wecken. Auch eine zunächst rein extrinsisch motivierte Gegenstandsauseinandersetzung kann über die Erfahrung von Catch-Impulsen bei der eigentlichen Auseinandersetzung zu aktuellem Interesse führen. In einem zweiten Schritt geht es um eine mittel- bis langfristigen Stabilisierung des aktuellen Interesses am Interessengegenstand, wobei diese Auseinandersetzung die Persönlichkeitsstruktur des interessierten Schülers bzw. der interessierten Schülerin aktualisieren soll, sodass er oder sie allmählich dem Interessengegenstand eine allgemeine Wertschätzung entgegenbringt. Die Elemente des Gegenstands bzw. der Gegenstandsauseinandersetzung, die stabilisierend auf das Interesse wirken, bezeichnet man als Hold-Faktoren. Der letzte Schritt schließlich umfasst due Übernahme des aktuellen Interesses in die dispositionale Struktur des Schülers oder der Schülerin, sodass das aktuelle Interesse zum dispositionalen Interesse werden kann. Während im Unterricht eine kurzfristige Erzeugung und mittelfristige Stabilisierung von aktuellem Interesse noch relativ einfach möglich ist, ist die langfristige Stabilisierung und der Übergang vom aktuellen zum dispositionalen Interesse nur schwer und über längere Zeiträume hinweg zu erreichen. Zu einer Stabilisierung des aktuellen Interesses kann es nämlich nur dann kommen, wenn der Schüler oder die Schülerin eine Auseinandersetzung mit dem Gegenstand sowohl auf der rationalen Ebene als wichtig und mit ihren eigenen Zielen vereinbar erlebt, als diese auch auf der emotionalen Ebene als positiv erlebt.



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© Werner Stangl Linz 2018