‘Lernen lernen’

Lernen lernen bezeichnet den metakognitiven Prozess, richtiges Lernen zu erlernen.

Das Arbeitsgedächtnis und seine Funktionen

Samstag, Juni 10th, 2017

Da das Kurzzeitgedächtnis nur eine begrenzte Kapazität für das Speichern von Informationen hat, muss hier das Arbeitsgedächtnis aushelfen, um die sonst flüchtigen Informationen über einen längeren Zeitraum zu behalten und miteinander zu kombinieren. Wenn man etwa im Telefonbuch eine Nummer nachschlägt, dann muss man die Zahlenreihe beim Gang zum Telefon einige Male wiederholen, um die Nummer vollständig und richtig zu erinnern. Das dabei verwendete Arbeitsgedächtnis ist allerdings störanfällig, denn wenn man auf dem Gang zum Telefon angesprochen oder unterbrochen wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man die Zahlen wieder vergisst. Das Arbeitsgedächtnis kann die Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis aber auch manipulieren und verändern, wenn etwa bei einer Rechenaufgabe verschiedene Teile einer Gleichung in einen Zusammenhang gebracht werden müssen. Das Arbeitsgedächtnis befähigt den Menschen auch zu einem Teil seiner intelligenten Leistungen, denn es gibt einen messbaren Zusammenhang mit der Fähigkeit zu logischem Denken. Bei einem Blackout sind alle Erinnerungen für eine kurze Zeit wie ausgelöscht, wobei dieses Phänomen des Arbeitsgedächtnisses in Stresssituationen auftritt, was in der Regel an den Stresshormonen Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol liegt, die das Arbeitsgedächtnis blockieren. Lässt die Anspannung nach, dann kehren auch die Erinnerungen meist wieder zurück. Das Arbeitsgedächtnis ist auch für Lernprozesse wichtig, wobei etwa Kinder mit Schwächen im Arbeitsgedächtnis Probleme haben, gute schulische Leistungen zu zeigen. Studien konnten belegen, dass ein intensives Training das Arbeitsgedächtnis in einem bestimmten Rahmen verbessern kann, wobei man in solchen Trainings regelmäßig an die Belastungsgrenzen gehen muss.



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Aus der Werbung: Lernen lernen

Dienstag, Mai 24th, 2016

Welcher Lerntyp ist mein Kind? Ist es eher kreativ-chaotisch, logisch-denkend oder doch sicherheitsliebend, beziehungsweise emotional? Als wichtige Voraussetzung für das Lernen wurde die gute Strukturierung des Lernstoffes genannt. Auch die Emotionen spielen eine Rolle. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, die passende Methode für den jeweiligen Lerntyp zu finden. Der Referent betonte, dass alle Menschen Mischtypen sind, wobei meistens ein Lerntyp dominiert. So sind zum Beispiel für den emotionalen Lerntyp Lob und Geborgenheit bedeutsam. Hier solle man den Blick auf das Positive lenken, da dieser Lerntyp zu Selbstvorwürfen neige. Der kreativ-chaotische Lerntyp hingegen liebt den Spaß und das Gesellige. Wird Unangenehmes, wie zum Beispiel die Anstrengung beim Lernen, mit etwas Positiven in Form von spielerischen Lernen mit Belohnungssystem verbunden, kann das Kind zum Lernen eher motiviert werden. Allerdings rät der Referent von Belohnungen im materiellen Bereich ab. „Schenken Sie Ihren Kindern Zeit.“ Unabhängig vom individuellen Lerntyp ist die Wiederholung des Lernstoffs für jeden Schüler unerlässlich, wenn das Gelernte in der „Lagerhalle Langzeitgedächtnis“ dauerhaft abgespeichert werden soll. Hier bieten sich etwa Karteikarten an. Auch Lernplattformen unterstützen das Wiederholen. Das Verankern des Lernstoffs im Kurzzeitgedächtnis dagegen benötigt etwa 20 Minuten Zeit. Innerhalb dieses Prozesses wäre fernsehen oder das Spielen am Computer kontraproduktiv. Der Referent empfiehlt, dem Gehirn in dieser Phase Ruhe zu gönnen – zum Beispiel beim Musikhören oder auch beim Lesen.



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Mnemotechnik im Unterricht

Dienstag, März 8th, 2016

All diejenigen, die auf irgendeiner Art und Weise ihren Lebensunterhalt durch die Verbreitung von Mnemotechniken bestreiten, überschätzen naturgemäß deren Bedeutung für den Alltag oder die Schule. Zwar sind die Geschichtenmethode, Eselsbrücken oder die Locimethode in einigen wenigen Fällen bei der Vorbereitung auf schulische oder universitäre Prüfungen mitunter recht nützlich, allerdings helfen sie SchülerInnen nur beim Auswendiglernen und weniger beim nachhaltigen Lernen in Bezug auf Verständnis oder Lerntransfer. Daher ist der Versuch von LehrerInnen, SchülerInnen solche Techniken zu vermitteln, in erster Linie als Abwechslung im Unterricht zu betrachten bzw. dienen solche Unterrichtseinheiten dazu, die oft erhobene Forderung nach der Vermittlung von Lerntechniken und dem Unterweisen im „Lernen lernen“ nachzukommen. Klassische Übungen, die etwa in Fernsehshows als Leistungen des Gedächtnissport präsentiert werden, erhöhen sicherlich bei einigen SchülerInnen durch den Überraschungswert die Konzentrationsfähigkeit und fördern kurzfristig das Selbstbewusstsein. Langfristig sind aber wesentliche Veränderungen in den kognitiven Leistungen bei SchülerInnen nicht zu erwarten. SchülerInnen verlieren rasch das Interesse an Mnemotechniken, sobald die Fleiß, Training und Ausdauer gefragt sind, um weiterzukommen. Mnemotechniken zu erlernen und vor allem die effektive Anwendung von Gedächtnistechniken erfordern intrinsische Motivation, Trainingswillen und vor allem Durchhaltevermögen, also jene Tugenden, die in der klassischen Pädagogik als Stützfunktionen bezeichnet werden.

Zeichnen als Hilfe beim Lernen

Übrigens fanden Forscher der Universität von Waterloo in Kanada heraus, dass die verlässlichste Methode, wie man sich Dinge merken kann, Malen und Zeichnen ist. Man verglich dabei Zeichnen mit einer Reihe anderer bekannter Merkstrategien, und Zeichnen schnitt immer am besten ab. Auch im Vergleich zu anderen Merkstrategien wie die Auflistung von Eigenschaften der einzuprägenden Gegenstände, bildliche Vorstellungen oder das Betrachten von Bilder änderte nichts daran, denn gezeichnete Wörter prägten sich die Studienteilnehmer am besten ein. Wichtig: Die Qualität der Zeichnungen spielte überhaupt keine Rolle.

Siehe dazu http://lerntipps.lerntipp.at/wie-kann-man-zeichnen-lernen/



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© Werner Stangl Linz 2018