Zum Thema ‘Lernen lernen’

Lernen lernen bezeichnet den metakognitiven Prozess, richtiges Lernen zu erlernen.



Lernen lernen bezeichnet den metakognitiven Prozess, richtiges Lernen zu erlernen.

Aktive vs passive Lernstrategien



Strategien des aktiven Lernens führen zu einem besseren Gedächtnis und machen auch das Lernen für den Lernenden interessanter. Der Begriff aktiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man sich bewusst in den Lernprozess einbringt. Aktiv Lernende setzen meist eine Vielzahl von Strategien für das Erlernen eines Unterrichtsstoffes ein.

Passives Lernen bedeutet, man lernt, ohne sich ganz auf den Lernstoff einzulassen oder über das gerade Gelesene oder Gesehene nachzudenken. Wird das Gehirn aber bei diesem Lernen nicht gefordert und einbezogen, so geht es in eine Art Ruhezustand über (Default Modus).

Beim aktiv Lernen richtet man hingegen seine Aufmerksamkeit auf das Lernmaterial, kategorisiert es und nutzt sein Denkvermögen und eine Vielzahl an Methoden, um konzentriert und fokussiert zu bleiben. So wird die gelernte Information im Kurzzeitgedächtnis verarbeitet und schließlich im Langzeitgedächtnis gespeichert. Das Gehirn kann dabei wie ein Muskel trainiert werden, und zwar durch kurze, regelmäßige Lernsitzungen. Um diesen Muskel zu aktivieren, muss ein Lehrstoff eingehend studiert, visualisiert in einen einprägsamen Zusammenhang gesetzt und aktiv wiederholt werden.



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Das Arbeitsgedächtnis und seine Funktionen



Da das Kurzzeitgedächtnis nur eine begrenzte Kapazität für das Speichern von Informationen hat, muss hier das Arbeitsgedächtnis aushelfen, um die sonst flüchtigen Informationen über einen längeren Zeitraum zu behalten und miteinander zu kombinieren. Wenn man etwa im Telefonbuch eine Nummer nachschlägt, dann muss man die Zahlenreihe beim Gang zum Telefon einige Male wiederholen, um die Nummer vollständig und richtig zu erinnern. Das dabei verwendete Arbeitsgedächtnis ist allerdings störanfällig, denn wenn man auf dem Gang zum Telefon angesprochen oder unterbrochen wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man die Zahlen wieder vergisst. Das Arbeitsgedächtnis kann die Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis aber auch manipulieren und verändern, wenn etwa bei einer Rechenaufgabe verschiedene Teile einer Gleichung in einen Zusammenhang gebracht werden müssen. Das Arbeitsgedächtnis befähigt den Menschen auch zu einem Teil seiner intelligenten Leistungen, denn es gibt einen messbaren Zusammenhang mit der Fähigkeit zu logischem Denken. Bei einem Blackout sind alle Erinnerungen für eine kurze Zeit wie ausgelöscht, wobei dieses Phänomen des Arbeitsgedächtnisses in Stresssituationen auftritt, was in der Regel an den Stresshormonen Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol liegt, die das Arbeitsgedächtnis blockieren. Lässt die Anspannung nach, dann kehren auch die Erinnerungen meist wieder zurück. Das Arbeitsgedächtnis ist auch für Lernprozesse wichtig, wobei etwa Kinder mit Schwächen im Arbeitsgedächtnis Probleme haben, gute schulische Leistungen zu zeigen. Studien konnten belegen, dass ein intensives Training das Arbeitsgedächtnis in einem bestimmten Rahmen verbessern kann, wobei man in solchen Trainings regelmäßig an die Belastungsgrenzen gehen muss.



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Aus der Werbung: Lernen lernen



Welcher Lerntyp ist mein Kind? Ist es eher kreativ-chaotisch, logisch-denkend oder doch sicherheitsliebend, beziehungsweise emotional? Als wichtige Voraussetzung für das Lernen wurde die gute Strukturierung des Lernstoffes genannt. Auch die Emotionen spielen eine Rolle. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, die passende Methode für den jeweiligen Lerntyp zu finden. Der Referent betonte, dass alle Menschen Mischtypen sind, wobei meistens ein Lerntyp dominiert. So sind zum Beispiel für den emotionalen Lerntyp Lob und Geborgenheit bedeutsam. Hier solle man den Blick auf das Positive lenken, da dieser Lerntyp zu Selbstvorwürfen neige. Der kreativ-chaotische Lerntyp hingegen liebt den Spaß und das Gesellige. Wird Unangenehmes, wie zum Beispiel die Anstrengung beim Lernen, mit etwas Positiven in Form von spielerischen Lernen mit Belohnungssystem verbunden, kann das Kind zum Lernen eher motiviert werden. Allerdings rät der Referent von Belohnungen im materiellen Bereich ab. „Schenken Sie Ihren Kindern Zeit.“ Unabhängig vom individuellen Lerntyp ist die Wiederholung des Lernstoffs für jeden Schüler unerlässlich, wenn das Gelernte in der „Lagerhalle Langzeitgedächtnis“ dauerhaft abgespeichert werden soll. Hier bieten sich etwa Karteikarten an. Auch Lernplattformen unterstützen das Wiederholen. Das Verankern des Lernstoffs im Kurzzeitgedächtnis dagegen benötigt etwa 20 Minuten Zeit. Innerhalb dieses Prozesses wäre fernsehen oder das Spielen am Computer kontraproduktiv. Der Referent empfiehlt, dem Gehirn in dieser Phase Ruhe zu gönnen – zum Beispiel beim Musikhören oder auch beim Lesen.



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© Werner Stangl Linz 2018