Archiv für die Kategorie „Fachliteratur“

Supervision für Studierende

Dienstag, 24. August 2010

Die Studienzeit bedeutet für viele Studierende Unsicherheit und Stress. Leistungsdruck, Zeitnot und emotionale Belastungen führen leicht zu Überforderung und Frust, nicht selten sogar zum Studienabbruch.

Alexandra Peischer untersucht und beschreibt die Einsatzmöglichkeiten und Chancen von Supervision für Studierende, wobei sich m Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Innsbruck Gruppensupervision als höchst effiziente Begleitung für Studierende erwies. Als Gegenpol zur Anonymität des Hochschulbetriebs schafft sie einen geeigneten Rahmen für vertrauensvollen Austausch und gibt damit Orientierungshilfe sowie Hilfe zur Selbsthilfe in Bezug auf studentische Problem- und Fragestellungen. Gruppensupervision bietet zudem ein geeignetes Übungsfeld für das Lernen in Gruppen, was besonders für zukünftig in pädagogischen Arbeitsfeldern Tätige unerlässlich scheint. Tendenziell konnte eine höhere Studienzufriedenheit sowie die Entwicklung bzw. Erweiterung von persönlichen und sozialen Kompetenzen nachgewiesen werden. Supervision als innovative Beratungsform für Studierende leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen der universitären Ausbildung.

Siehe dazu Praktische Lerntipps fürs Studium

Bildern als Verstehenshilfe beim Lernen von Texten

Sonntag, 20. Juni 2010

Externe Darstellungen wie Diagramme helfen uns beim Verstehen und somit steigern sie das eigene  Verständnis oder Wissen. Im Gegensatz zum Lernen mit einer Mitschrift muss man auf diese Weise nicht nur die Einzelheit verstehen, sondern das Problem als ganzes analysieren können. Bei der Untersuchung ob Kinder externe Darstellungen anwenden zeigte sich, dass sie diese nicht nur nicht spontan einsetzen können, sondern propositionale Darstellungen wie das Aufschreiben von Stichworten bevorzugen. Um eine Strategie zu erlernen geht man von vier Stufen aus. Die erste Phase, dem Mediationsdefizit, ist der Lernende wegen mangelnder Ausprägung kognitiver Fähigkeit nicht in der Lage eine solch eine Strategie anzuwenden. Bei der zweiten Phase sind zwar die kognitiven Grundlagen gegeben, jedoch mangelt es den Fähigkeiten die Strate auszuführen. Weiteres versucht er gar nicht externe Darstellungen spontan zu erstellen, sondern nur nach Aufforderung. Diese Stufe wird als Produktionsdefizit bezeichnet. Die dritte Phase, Nutzungsineffizienz, beschreibt, dass Bilder zwar spontan generiert werden aber noch immer nicht effizient eingesetzt werden können. Als letzte Stufe wird der kompetente Umgang mit der Strategie beschrieben. Nun kann der Lernende externe Darstellungen spontan erstellen und effizient nutzen (vgl. Seufert & Zander & Brünken, 2007, S. 35).

Experiment 1: Werden Bilder spontan als Verstehenshilfe eingesetzt?

Bei diesem Experiment wurden die 17 Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe hatte den Auftrag den Ausgangstext in irgendeiner Form zu repräsentieren, während die zweite Gruppe explizit darauf hingewiesen wurde die Text grafisch zu veranschaulichen. Bei der Behaltens- und Verstehensleistung waren die Ergebnisse der zweiten Gruppe jeweils signifikant besser. Zusammenfassend kann man für die untersuchte Stichprobe festhalten, dass die Strategie zur Bildnutzung zwar vorhanden war, jedoch nicht spontan eingesetzt wurde, also wie erwartet ein Produktionsdefizit vorliegt (Seufert & Zander & Brünken, 2007, S. 37).

Experiment 2: Einfluss räumlicher Fähigkeiten auf die strategische Nutzung von Bildern

Wie beim ersten Experiment wurden die Probanden wieder in dieselben zwei Gruppen unterteilt, nur gab es diesmal wieder eine Aufteilung in zwei Teile. Der erste bestand jeweils aus Personen mit höheren räumlichen Fähigkeiten und der zweite aus Probanden mit niedrigeren. Das Ergebnis dieses Experimentes teilt sich in zwei Teile. In der Anzahl der Bilder, die erstellt wurden und in die Güte. Die Probanden mit den höheren räumlichen Fähigkeiten wurden weder bei der Bildanzahl noch bei der Güte von der Aufgabenstellung, die Texte grafisch oder nach Belieben zu dokumentieren, beeinflusst. Sie lieferten also in beiden Bereichen immer etwas dieselben Ergebnisse. Personen mit geringeren räumlichen Fähigkeiten wurden was die Anzahl der Grafiken angeht weitaus extremer beeinfluss. Die Qualität hingegen blieb wie bei den Probanden mit höheren räumlichen Fähigkeiten etwas auf gleichem Level (vgl. Seufert & Zander & Brünken, 2007, S. 39).
Die Frage, ob das Generieren von Bildern tatsächlich mit besseren Leistungen einhergeht, kann anhand der Korrelationsergebnisse wie in der ersten Studie für die Verstehensleistung positiv beantwortet werden. Offenbar strukturieren die Bilder die dargestellten Informationen wie erwartet auf globaler Ebene, so dass sie komplexere Zusammenhänge erkennbar machen und so das Verstehen fördern. Die Behaltensleistung bleibt wiederum unbeeinflusst. Generell ist zu bemerken, dass die Instruktion zur Bildnutzung nicht den erwarteten Erfolg erbracht hat. In diesem Bereich sind weitere Experimente unter anderem hinsichtlich der Effizienz und der Effektivität erforderlich (vgl. Seufert & Zander & Brünken, 2007, S. 41).

Verwendete Literatur
Seufert, T. & Zander, S. & Brünken, R. (2007). Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 39.

Lernen zu lernen

Samstag, 16. Januar 2010

Wer wirkungsvoll lernen will, findet im neu aufgelegten Buch von Metzig & Schuster die richtige Lernmethode für seinen Lernstoff. Jede Lerntechnik wird so beschrieben, dass man sie direkt anwenden kann. Ihre Wirkungsweise wird auf dem Hintergrund der Gedächtnispsychologie erklärt und ihre Wirksamkeit anhand von wissenschaftlichen Studien bewertet. Hinweise zur erfolgreichen Prüfungsvorbereitung sind ebenso enthalten wie Hilfen zum Umgang mit der Angst vor Misserfolgen und mit Lernblockaden. In der neuen Auflage behandeln die Autoren in einem neuen Kapitel interaktive Lernangebote im Internet, von Sprachlernprogrammen über Prüfungsfragen für Studenten bis zu Lernspielen für Schüler. Darüber hinaus wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.

Themen sind z.B.: Wie das Gedächtnis arbeitet.- Lernverhalten.- Bildhafte Vorstellungen.- Lerntechniken für Zahlen, Buchstaben und Namen.- Organisation des Lernstoffs.- Tiefe der Verarbeitung.- Lernen durch Analogiebildung.- Suggestopädie/Superlearning.- Lernen, Angst und Kränkung.- Lernprodukte und Nützliches im Internet.- Lernen aus Büchern, lernen im Leben.

Computerspiele und Schule

Dienstag, 12. Januar 2010

Computerspiele, Spaß und Spiel müssen nicht unbedingt ein Gegensatz zum schulischen Lernen und zur Schule sein. In der Zeitschrift Medienimpulse 2/ 2009 finden sich interessante Beiträge zu diesem Thema. Ist traditionelle Wissensvermittlung mit einer gemeinsamen Wissensproduktion, der “Weisheit von Vielen” vereinbar? Hier eine Auswahl der Beiträge und einige Informationen dazu:
Konstantin Mitgutsch / Michael Wagner: Gaming the Schools. – Didaktische Szenarien des Digital Game Based Learning
Der Beitrag “Gaming the Schools” eröffnet Einblicke in die Gestaltung und Evaluierung eines österreichisches Pilotprojekts zum Einsatz von Computerspielen in Schulen und erörtert die Chancen und Herausforderungen eines produktiven Einsatzes von digitalen Spielen im Unterricht.
Steffen Malo: Alphabit – ein Lernspiel als Text für funktionale Analphabeten
Im Folgenden wird die Entwicklung eines Lernadventures für funktionale Analphabeten kurz porträtiert und vor dem Hintergrund der Bedeutung der Schriftsprache für die Zielgruppe hinsichtlich seiner Textlichkeit fokussiert.
Ursula Mulley: Schriftspracherwerb am Computer – Chance für Kinder mit Legasthenie
Die Individualität der einzelnen SchülerInnen fordert Pädagogen und Pädagoginnen dazu auf, differenziert zu lehren, dennoch wird oft von LehrerInnen immer noch wie selbstverständlich am Schulbeginn der 1. Klasse zu Schreib- und Leselehrgängen gegriffen. Insgesamt sind diese zwar in den letzten Jahren lebendiger geworden, aber sie enthalten wenige Anteile des freien Schreibens und bringen möglichst Gleiches zur selben Zeit bei. Hierbei wird differenzierter und individueller Schriftspracherwerb sehr schwierig und oft unmöglich. Die Alternative zu dieser restriktiven Wirkung der Fibeln ist es, am Vorwissen der Kinder anzuknüpfen, es zu erweitern und die Bereitschaft zu fördern, in Eigeninitiative und Selbsttätigkeit verschiedene Zugänge zur Schriftsprache zu entdecken. Diesen Ansatz zeigt das im Folgenden beschriebene Projekt für den IMST-Fond der Universität Klagenfurt, durchgeführt in der GEPS-VS, Brünner Straße in 1210 Wien, wo Schriftsprache am Computer erworben wird, auf.

Tim Longerich: Lies es zwischen den Pixeln – Prototypische Textualität in Computerspielen
Sind Computerspiele ‚Text’? Welche Art von Text? Und wo ist eigentlich der Text in Schach?

Axel Maireder / Manuel Nagl: Internet in der Schule, Schule im Internet – Schulische Kommunikationskultur in der Informationsgesellschaft
In einem explorativen Forschungsprojekt wurde die Bedeutung des Internets für schulische Lehr- und Lernprozesse und die Bedeutung der Schule für das Internetnutzungsverhalten Jugendlicher untersucht.

Link: http://www.medienimpulse.at/ausgaben/ausgabe-2-2009 (10-01-12)

Lesemotivation

Freitag, 31. Juli 2009

Die Autoren Jens Möller und Jan Retelsdorf untersuchen wie sich die Leseleistung und die Lesemotivation auf die Lesepräferenzen auswirkt. Wichtige Fragen für die Entscheidungen der Schüler sind: „Bin ich ein guter Leser?“ und „Lese ich gerne?“ Ein wichtiger Aspekt der Erwartungskomponente der Lesemotivation ist, dass das lesebezogene Selbstkonzept die Lesepräferenz vorhersagen sollte.
Die Lesemotivation kann in zwei Aspekte unterteilt werden. Das sind die extrinsischen und intrinsischen Aspekte. Eine Intrinsische Motivation liegt vor, wenn die Bereitschaft da ist, eine Aktivität durchzuführen weil die Aktivität selbstbefriedigend und belohnend ist (vgl. Deci & Ryan, 1985; Pintrich & Schunk, 2002; Schiefele & Streblow, 2005 zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 13).
Bei der intrinsischen Lesemotivation gibt es zwei Theorien. Die Tätigkeit des Lesens kann an sich unabhängig vom Thema positiv erlebt werden (Rheinberg, 1989 zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 13) und zum anderen weil das Leben generell als geeignete Möglihckeit gesehen wird, sich Informationen über interessante Themen zu beschaffen oder seine Neugier zu stillen (Schiefele, 1991, 1996 zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 1).
Lesemotivierte Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem Lesen positive Anreize verbinden (Leselust) oder wegen deren Interessen (Lesen aus Interesse) gerne lesen. Wenn das Lesen instrumentell eingesetzt wird, z.B. um in der Schule besser zu sein als andere, wäre das extrinsisch. Möller und Boneard  bezeichnen das als „Wettbewerb“ (vgl. Möller & Bonerad, 2007, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 14).
Es wird untersucht wie sich die Leseleistungen und Lesemotivation auf die Lesepräferenzen auswirken. Ergänzt werden Präferenzen für Tätigkeiten wie Sport treiben oder Fernsehen. Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass Schüler neben Lern- und Leistungszielen auch andere Ziele verfolgen wie z.B. das eigene Wohlbefinden. Diese Tätigkeiten können mit den schulischen Tätigkeiten konkurrieren (vgl. Hofer & Krapp, 2004, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 14).
Man glaubt, dass akademische Leistungen und Motivation sich auf Fernsehen oder andere Tätigkeiten auswirken (vgl. Möller & Husemann, 2006, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 14). Das Fernsehen wurde ausgewählt, weil im Rahmen der Veränderungshypnose (vgl. Neumann, 1988, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 14) negative Zusammenhänge mit akademischen Tätigkeiten wie dem Lesen angenommen werden (vgl. Ennemoser & Schneider, 2001, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 14).
Die Untersuchung wurde mit 1.455 Schüler/innen aus 60 fünften Schulklassen mit dem Durchschnittsalter von 10,87 Jahre durchgeführt. Den Schülern wurden vier mögliche Tätigkeiten zur Bewertung gegeben, davon zwei lesebezogene Tätigkeiten wie Sachtexte und Geschichten lesen sowie zwei nicht akademische Tätigkeiten wie Sport treiben und Fernsehen.

Lesemotivation
Erfolgte durch Erfassung von Fragebögen. Leselust („Es macht mir Spass Bücher zu lesen.“), Lesen aus Interesse („Ich lese, um Neues und Interessantes über Texte zu erfahren.“), Wettbewerb als Vergleichsmotivation („Ich strenge mich an, um besser zu lesen als die Andern.“) und das Selbstkonzept („Ich kann Texte gut und schnell verstehen.“) (vgl. Möller & Boneard, 2007, zitiert nach Möller & Retelsdorf, 2008, S. 15).

Leistung
Als Maß für vorangegangene sprachliche Leistungen wird die Deutschnote des letzten Zeugnisses von den Schülern erfragt.

Die Schüler wurden einer vierstündigen Befragung unterzogen. Zu bearbeiten waren zwei längere Texte die verpflichtend waren und ein freiwilliger Fragebogen, der das Leseverhalten und die Lesemotivation umfasste. Das Analyseverfahren setzte sich zusammen aus Fehlenden Werten und der Modellprüfung.

Bei den Ergebnissen gab es zwei Hauptpunkte: Faktorielle Struktur der Tätigkeitspräferenzen und Regressionsanalytische Befunde. Letzteres wurde unterteilt in Lesen eines Sachtextes, Lesen einer Geschichte, Sport treiben und Fernsehen. Man fand heraus, dass Kinder die sehr viel fernsehen, schlechtere schriftsprachliche Kompetenz aufweisen, als Kinder, die wenig Zeit vor dem Fernseher verbringen.

Literatur
Möller, J. & Retelsdorf, J. (2008). Lesen oder Fernsehen? Zur Vorhersage von Tätigkeitspräferenzen. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 40 (1), 13-21.

Zyklus selbstregulierten Lernens

Mittwoch, 17. Juni 2009

Traditionell lernen Kinder linear: Input – Speicherung/Verarbeitung – Output. Die Ergebnisse sind meist bescheiden. Sie lassen sich jedoch mit einem zyklischen selbstregulierten Lernen deutlich verbessern. Heidrun Stöger (Universität Regensburg) und Albert Ziegler (Universität Ulm) haben die Überlegenheit der Methode nachgewiesen und in zwei Trainingshandbüchern Lehrern sowie Eltern zugänglich gemacht.

Die pädagogischen Psychologen beschreiben den Zyklus selbstregulierten Lernens:

  • Einschätzung des eigenen Lernstandes und des eigenen Lernens
  • Selbstständiges Setzen von Lernzielen
  • Auswahl geeigneter Lernstrategien zur Erreichung dieser Lernziele
  • Beherrschung der Lernstrategien
  • Überwachung des eigenen Lernprozesses
  • Selbstständige Korrektur ineffektiver Lernprozesse
  • Abschätzung des Lernertrags

Bei diesen Teilkompetenzen handelt es sich um die einzelnen Schritte eines Lernzyklus. Mit der Abschätzung des Lernertrags schließt sich ein Zyklus selbstregulierten Lernens und ein weiterer Zyklus kann durchlaufen werden. Dieser beginnt wieder damit, dass die Lernenden erneut ihren Lernstand einschätzen und ein weiteres Ziel ins Auge fassen.
Jedes Durchschreiten des Lernzyklus dient somit nicht nur dem Erreichen des Lernziels, sondern verbessert gleichzeitig auch die Lernkompetenz.
Die Psychologen sehen zusätzlich gute Wirkungen für das Selbstvertrauen, den Angstabbau und die Arbeitsfreude.

Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache

Samstag, 25. April 2009

Die Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache durch ein Training der phonologischen Bewusstheit

Dieser Artikel dokumentiert ein Projekt, welches Subgruppen von Kindern identifizieren sollte, die nicht oder kaum von einem Training der phonologischen Bewusstheit profitieren. Bisher konnte ermittelt werden, dass Kinder mit deutscher Muttersprache von diesem Projekt profitieren. Unklar ist jedoch, ob auch Kinder mit Migrantenhintergrund davon profitieren (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 66-67)

Ablauf
Das Projekt bestand aus Vor- und Nachtests. Getestet wurden 438 Vorschulkinder von Regelkindergärten, das Durchschnittsalter betrug 5,7 Jahre. Um einen Vergleich zu haben, wurden sowohl Kinder mit deutscher Muttersprache als auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache getestet. Die Vor- und Nachtests bestanden jeweils aus Aufgaben zu den drei Komponenten der phonologischen Informationsverarbeitung, d.h. zur phonologischen Bewusstheit, zum phonologischen Arbeitsgedächtnis und zur Geschwindigkeit beim Zugriff auf das semantische Lexikon (die Kinder mussten so schnell wie möglich angeordnete Abbildungen namentlich benennen können). Außerdem nahmen die Kinder noch zusätzlich am Trainingsprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“, sowie am ergänzenden Buchstaben-Laut-Training teil. Diese Programme bestanden aus Reimspielen, Silbenerkennungen,…(vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 67-69).

Ergebnisse
Bei den Vortests schnitten die Migrantenkinder in der Mehrzahl der eingesetzten Testverfahren signifikant schlechter ab, als die Kinder mit deutscher Muttersprache. Die Migrantenkinder zeigten den größten Rückstand beim Reimen und beim phonologischen Arbeitsgedächtnis. Keine großen Unterschiede gab es jedoch beim Zahlenbenennen und bei der Buchstabenkenntnis.
Durch die Defizite in der sprachlichen Informationsverarbeitung können diese Kinder als Risikokinder für spätere Lese-Rechtschreibschwierigkeiten eingestuft werden. Der Haupteffekt für diese Defizite liegt im Zeitfaktor.
Auch bei den Nachtests schnitten die Migrantenkinder deutlich schlechter ab als die Kinder mit deutscher Muttersprache. In allen Bereichen konnten zwar Steigerungen gemessen werden, jedoch lagen diese immer noch unter den Werten der einheimischen Kinder.
Unabhängig von der Sprache gilt demnach: Je besser die phonologische Bewusstheit am Ende des Trainings, desto besser die Lese-Rechtschreibleistung (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 69-72).

Diskussion

Trotz der Fortschritte in phonologischen Bereich schnitten die geförderten Migrantenkinder im Lesen und Schreiben insgesamt schlechter ab als die Kinder mit deutscher Muttersprache. Hinweise darauf, wie man Kindern mit Deutsch als Zweitsprache das Lesen- und Schreibenlernen zusätzlich erleichtern kann, können systematische Analysen ihrer Defizite liefern. Bislang liegen allerdings nur wenig Erkenntnisse darüber vor, wie sich diese Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund genau äußern (zB: durch ein verlangsamtes Lesetempo oder eine geringere Lesegenauigkeit) (vgl. Weber, Marx & Schneider 2007, S. 72-73).

Verwendete Literatur
Marx, P., Schneider, W. & Weber, J. (2007). Die Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache durch ein Training der phonologischen Bewusstheit. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 21, 65-75.

Lernen mit Texten und Bildern

Sonntag, 22. Februar 2009

Der Vorteil, der sich beim Lernen mit Bildern und Texten durch auditiver anstatt visueller Darbietung ergibt nennt man Modalitätseffekt. Mayer und Moreneo (1998) führten ein Experiment zum Nachweis dieses Effektes durch, indem sie einen kurzen Text akustisch, zeitgleich mit einem Bild darboten. Bei der Präsentation des Textes in visueller Form war dieser in das Bild integriert. Die Überprüfung des Wissens erfolgte durch Wiedergabeaufforderung und durch Transferaufgaben. Das Ergebnis lautete, dass die Lernleistung bei auditiver Präsentation besser war. Ursachen für dieses Ergebnis sind laut Mayer und Moreno:

  • Split-Attention-Annahme: Das Wahrnehmungssystem ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme von Text und Bild bei auditiver Darstellung des Textes (vgl. Mayer & Moreno 1998, zit. nach Rummer & Fürstenberg & Schweppe S.37-38).
  • Modalitätsannahme: Bei visueller Vorführung wirkt Bild und Text entgegen dieselbe Arbeitsgedächtnisressource, da beide das visuelle räumliche Subsystem benützen. Dies beeinflusst die Lernkapazität im negativen Sinn (vgl. Mayer 2001,2007, zit. nach Rummer & Fürstenberg & Schweppe S.38-39).

Es ist jedoch in Frage zu stellen, ob die Modalitätsannahme der Wahrheit entspricht, da laut Baddeley (z.B. 1986,1999) der visuell präsentierte Text von sensorischen Registern (Zwischenspeicher, nicht zum Arbeitsgedächtnis gehörend) in die phonologische Schleife (dort werden die auditiven Texte verarbeitet) übertragen werden, das visuell räumliche Subsystem wird also nicht belastet (vgl. Baddeley 1986, 1999, zit. nach Rummer & Fürstenberg & Schweppe S.39).
Der Modalitätseffekt sollt also nur auf der Basis der Split-Attention-Annahme erklärt werden, da der Vorteil nicht direkt von der Darbietungsart des Testes abhängt sondern von der zeitgleiche Präsentation. Es herrscht Uneinigkeit ob dieser Vorteil verschwindet, wenn Text und Bild nicht gleichzeitig präsentiert werden, da noch zu wenige Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt wurden.


Recency-Effekt

Dies bezeichnet den Vorteil des Lernens einer Liste aus Buchstaben/Zahlen bei auditiver Darbietung für das letzte Zeichen. Grund dafür ist, dass visuell-sensorische Repräsentationen schnell zerfallen, akustisch-sensorische Repräsentationen jedoch solange bestehen, bis sie durch nachfolgende akustische Reize überschrieben werden. Dieser Vorteil wirkt sich ebenso beim Satzbehalten aus. Hierbei beschränkt sich der Vorteil auf das letzte Wort eines Satzes. Bei Ein-Satz-Texten müsste dadurch das Behalten des gesamten Satzes unterstützt werden (vgl. Rummer & Fürstenberg & Schweppe 2008, S. 37-45).

Experiment
Ziel dieses Experimentes ist es zu veranschaulichen, dass der Recency-Effekt bei längeren Texten sich nur auf den letzt genannten Satz begrenzt. Es wurden Texte (4 Aussagen die gezeigten Sternbilder betreffend) entweder auditiv oder visuell Studenten dargeboten, danach sahen sie am Bildschirm ein Pseudo-Sternbild. Darauf folgend wurden sie die Aussagen (in anderer Reihenfolge) abgefragt, zudem mussten sie das Sternbild zeichnen. Nachfolgend wurde ein neuer Durchgang gestartet.
Bei der Bildrekonstruktion ergab sich kein Unterschied auf Grund der Präsentationsweise des Textes. In Bezug auf die Korrektheit der Aussagen ließ sich, wie erwartet, nur für den letzten Satz ein Vorteil für die auditive Wiedergabe erkennen. Für die mittleren Positionen ergab sich sogar eher ein Vorteil für die visuelle Darbietung. Dies widerlegt die Modalitätsannahme von Mayer (2001), dass es einen generellen Vorteil für auditive Darbietung gibt. Weiters beweist dies, dass der Modalitätseffekt bei aufeinander folgender Darbietung auf dem Recency-Effekt und nicht auf einer Überlastung des visuell-räumlichen Subsystems beruht.
Bei diesem Experiment wurde vorerst nur die Theorie geprüft, jedoch noch nicht die Reichweite in der Praxis (vgl. Rummer & Fürstenberg & Schweppe 2008, S. 37-45).

In der Praxis ist es selten, dass Text und Bild nacheinander gezeigt werden, es gäbe jedoch einen Vorteil bei kurzen Texten. Meist werden Text und Bild zeitgleich präsentiert. Hierbei treten der Recency-Effekt und der Modalitätseffekt auch bei längeren Texten ein. Besonders ausgeprägt sind diese bei kurzen Texten und wenn diese inhaltlich aufeinander Bezug nehmen (vgl. Rummer & Fürstenberg & Schweppe 2008, S. 37-45).

Verwendete Literatur
Rummer, R. & Fürstenberg, A. & Schweppe, J. (2008). Lernen mit Texten und Bildern Zeitschrift für Pädagogoische Psychologie, 22, 37-45.

Lernen im Team

Freitag, 23. Januar 2009

Hannes Zacher, Jörg Felfe und Gernot Glander
Lernen im Team: Zusammenhänge zwischen Personen- und Teammerkmalen und der Leistung von Multiplikatoren

Lernen im Team
Die Autoren erachten vor allem das Multiplikationskonzept von C.H. Antoni als zielführend. Im Mittelpunkt steht die Kombination aus Arbeit und Lernen. Dadurch ist ein größtmöglicher Praxistransfer realisierbar. Bis dato gibt es allerdings kaum empirische Studien die die entscheidenden Faktoren für das Lernen im Team analysiert haben (vgl. Antoni 1996, zit. nach Zacher, Felfe & Glander 2008, S. 81-82).
Ein entscheidender Vorteil beim Lernen im Team ist der Austausch von Erfahrungen der Teammitglieder (= situativer-erfahrungsbezogener Ansatz). Außerdem hilft das Beobachten bei der Transferierung von Wissen in Können. Bei dieser Art des Lernens kommt einem Experten (Teammitglieder mit Wissensvorsprung) eine wichtige Rolle zu. Er kommentiert sein Tun und beobachtet die Teammitglieder, ob sie auch mitkommen und nicht überfordert sind. Die teaminterne Kommunikations- und Kontaktfähigkeit ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ein verwandter Ansatz, den das Autorenteam bei Neubert & Tomczyk gefunden haben, ist der aufgabenorientierte Informationsaustausch, dessen Grundlage die speziellen Fertigkeiten einzelner Mitarbeiter sind, die zur Prozessverbesserung dienen (vgl. Neubert & Tomczyk 1996, zit. nach Zacher, Felfe & Glander 2008, S. 82). Ein andere kooperativer Lernansatz ist das Lernstattkonzept von Sonntag, das durch arbeitsnahes und von den Mitarbeitern selbstgesteuertes Lernen geprägt ist (vgl. Sonntag 1996, zit. nach Zacher, Felfe & Glander 2008, S. 82).
Da es in vielen Firmen an Zeit und entsprechendem Know-How bei den Mitarbeitern mangelt, solche Lernprozesse umzusetzen, werden von vielen Firmen Multiplikatoren eingesetzt. Multiplikatoren sind firmeninterne Experten auf bestimmten Fachgebieten. Diese werden meist im Rahmen von Trainer-the-Trainer Programmen auf ihre Aufgaben als Lernteamleiter vorbereitet. Dabei stehen die Methoden- und die Fachkompetenz im Mittelpunkt. Die Vorteile des Einsatzes solcher Multiplikatoren für Unternehmen ist, dass diese Personen bereits die Firmensprache sprechen sowie die internen Arbeitsabläufe genau kennen (vgl. Rothenberg & Drye 1991, zit. nach Zacher, Felfe & Glander 2008, S. 83).


Die Studie
Die an 322 Produktionsmitarbeitern der Auto 5000 GmbH freiwillig und anonym durchgeführten Studie zeigt, dass die Gewissenhaftigkeit der Multiplikatoren und deren Vermittlungsleistung eng mit dem Lernerfolg der Teamkollegen zusammenhängt. Außerdem zeigt die Studie, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale der Multiplikatoren und die Teamkohäsion zum Lernerfolg beitragen. Das Autorenteam kam auch zu dem Schluss, dass es in Zukunft durchaus denkbar ist, die Verantwortung für arbeitsplatznahe Lernprozesse nicht nur den ausgewählten Multiplikatoren sondern auch jedem einzelnen Mitarbeiter zu übertragen. Auf Grund des stetig sich verschärfenden Wettbewerbs wird in Zukunft jeder Mitarbeiter gefordert sein, für seine eigene berufliche Weiterentwicklung und auch Arbeitsplatzsicherung Verantwortung zu übernehmen. Auch wäre ein intensiver firmeninterner Erfahrungsaustausch eine massive Stärkung für das gesamte Unternehmen.
Die Studie zeigt auch, dass der Zusammenhalt im Team die Anstrengungen des Multiplikators bei der Wissensvermittlung deutlich steigert. Ob dies allerdings unmittelbar ein Grund für besseres Teamlernen ist, kann die Studie nicht beantworten. Dazu wird es laut Aussage des Autorenteams notwendig sein, weitere Studien durchzuführen. Diese müssten vor allem auch die Auswirkungen der Teamzusammensetzung (Alter, Erfahrung) auf den Lernerfolg des Teams berücksichtigen.
In jedem Fall hat die Studie ergeben, dass Teamtrainings und –entwicklungsprozesse für jedes einzelne Teammitglied zur Verbesserungen der Fertigkeiten bzw. zur Erhöhung der Arbeitsleistung sehr hilfreich sein können.

Verwendete Literatur
Zacher, H., Felfe, J., Glander, G., (2008). Lernen im Team. Zusammenhänge zwischen Personen- und Teammerkmalen und der Leistung von Multiplikatoren. Zeitschriften für Arbeits- und Organisationspsychologie, 52 (N.F. 26) 2, 81-90.

Arbeitsgedächtnisfunktion bei Lernbehinderten

Donnerstag, 22. Januar 2009

Claudia Mähler
Arbeitsgedächtnisfunktion bei lernbehinderten Kindern und
Jugendlichen

Studie über Funktionsdefizite
Lernschwierigkeiten bei Kindern können unterschiedlichste Gründe haben, wie z.B. Auf-merksamkeitsprobleme, massive Teilleistungsstörungen, Sprachdefizite bei Migrationshinter-grund oder intellektuelle Minderbegabung. Diese Kinder wechseln dann meist in eine Förder-schule mit Lernhilfe.
In der folgenden Studie wird nun genauer auf Kinder mit durchschnittlicher Intelligenz, d.h. Kinder mit Lern- und Leistungsfähigkeiten im Bereich der Lernbehinderung geachtet. Die Frage ob Entwicklungsverzögerungen oder durch Intelligenzminderung bedingte qualitative strukturelle Unterschiede zur normalen Entwicklung als Erklärung zutreffend sind ist bis heu-te weitgehend ungeklärt (vgl. Mähler 2007, S. 97).

„Nicht wenige Studien haben sich mit den Schwierigkeiten lernbehinderter Kinder bei Bear-beitung von Gedächtnisanforderungen beschäftigt. Gedächtnisleistungen werden durch ver-schiedene Aspekte beeinflusst: Die Kapazität der beteiligten Speicher, das Vorwissen, die Kenntnis und Anwendung von Gedächtnisstrategien und auch das Metagedächtnis spielen eine wichtige Rolle bei der individuellen Gedächtnisleistung. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, mögliche Defizite und Besonderheiten lernbehinderter Kinder und Jugendlicher bezüglich der Kapazität des Kurzspeichers zu analysieren“ (Mähler 2007, S. 98).

Studie nach dem Modell von Baddeley
Das Modell von Baddeley (1986) bezüglich des Arbeitsgedächtnisses unterscheidet zwischen drei Systemen: die zentrale Exekutive, die phonologischen Schleife und der visuell-räumlichen Notizblock. Diesen Systemen kommen jeweils unterschiedliche Aufgaben zu (vgl. Mähler 2007, S. 98). „Die zentrale Exekutive übernimmt die Steuerungs- und Überwachungs-funktion kognitiver Prozesse, wie z.B. den flexiblen Abruf von Informationen aus dem Lang-zeitgedächtnis. … Diese wird im Arbeitsgedächtnis von zwei bereichsspezifischen Subsyste-men unterstützt“ (Mähler 2007, S. 98). Die Verarbeitung klanglicher Information geschieht durch die phonologische Schleife und die Verarbeitung statischer und dynamischer räumli-cher Information wird durch den visuell-räumlichen Notizblock geleistet (vgl. Mähler 2007, S. 98).

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Funktionsstörungen bei Kindern mit Lernbehinde-rung bzw. Intelligenzminderungen an das mentale Alter gebunden sind und somit als Ent-wicklungsverzögerung aufzufassen sind (vgl. Mähler 2007, S. 99). „Zur Beantwortung dieser Frage ist ein Design erforderlich, das eine nach mentalem Alter parallelisierte Kontrollgruppe zum Vergleich mit den retardierten Kindern berücksichtigt, möglichst verbunden mit einer nach chronologischem Alter parallelisierten Kontrollgruppe“ (Mähler 2007, S. 99).

Durchführung und Ergebnisse der Studie
„Zur Erfassung der zentralen Exekutive wurden das „Zahlennachsprechen rückwärts“ und die „Counting-Span“-Aufgabe eingesetzt“ (Mähler 2007, S. 100). Für die Erfassung der phonolo-gischen Schleife wurden z.B. das „Zahlennachsprechen vorwärts“ eingesetzt, sowie die „Ge-dächtnisspanne für Lokationen“ etc. für die Erfassung des visuell-räumlichen Notizblocks (vgl. Mähler 2007, S. 101).
Das Ergebnis der Variabeln der zentralen Exekutive bedeutet, dass mit der Lernbehinderung ein Entwicklungsrückstand der zentral-exekutiven Arbeitsgedächtnisfunktion einhergeht, wel-cher dem Rückstand der mentalen Leistungsfähigkeit entspricht. Folgendes Ergebnis ergibt sich bei der Variabeln der phonologischen Schleife: Man muss zwischen jüngeren und älteren lernbehinderten Kindern unterscheiden, denn jüngere LB Kinder zeigen gravierende Defizite in der Funktionstüchtigkeit der phonologischen Schleife, was bei den älteren nicht der Fall ist.
Bei den Ergebnissen des visuell-räumlichen Notizblocks konnte man keine Unterschiede zwi-schen LB Kindern und mental gleichaltrigen erkennen (vgl. Mähler 2007, S. 103).

„Zusammengefasst bedeuten diese Ergebnisse, dass mit der Lernbehinderung sowohl im Alter von 10 Jahre als auch im Alter von 15 Jahren ein Entwicklungsrückstand der visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisfunktion einhergeht, der dem Rückstand der allgemeinen menta-len Leistungsfähigkeit entspricht“ (Mähler 2007, S. 103f).

Verwendete Literatur
Mähler, C. (2007). Arbeitsgedächtnisfunktion bei lernbehinderten Kindern und Jugendlichen. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie. 97-106