Was sollte man bei mündlichen Prüfungen besonders beachten?



  • Versuchen Sie, die Prüfung zu einem Fachgespräch werden zu lasssen. D.h. nicht, dass Sie den Prüfer zu einem Gespräch auf fachlicher Augenhöhe „provozieren“ müssen. Vielmehr sollten Sie sich darauf konzentrieren zu zeigen, dass Sie Ihr Thema durchdacht und verstanden haben und dass Sie in der Lage sind, Zusammenhänge herzustellen und Wissen auf Beispiele anzuwenden. Dies ist bereits eine gute Basis für den verbalen Austausch während der Prüfung.
  • Achten Sie auf Ihre Sprache. Sie sollten präzise und logisch aufeinander aufbauende Aussagen treffen und Fachvokabular korrekt beherrschen und einbinden. Formulieren Sie nicht zu salopp oder weitschweifig, sondern versuchen Sie strukturiert zu antworten. Also zuerst die grundlegenden Fakten nennen und hierauf (sofern verlangt) in die Details gehen.
  • Verlangt der Prüfer ein Thesenpapier als Diskussionsgrundlage, können Sie dieses dafür nutzen, sich bereits vor der Prüfung eine Einführung in Ihr Thema zurechtzulegen, um sie, wenn es gefordert wird, vorzutragen. Zudem können Sie sich im Vorfeld Formulierungen für die wichtigsten Gedankengänge und Argumentationslinien überlegen. An einer so vorab erstellten Struktur können Sie sich bei Bedarf gut „entlanghangeln“.
  • Machen Sie sich klar, dass es in einer mündlichen Prüfung nicht darum geht, stets „wie aus der Pistole geschossen“ zu antworten. Hören Sie sich in Ruhe die Frage an, überlegen Sie und beginnen Sie dann strukturiert mit Ihren Ausführungen.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie den Kern einer Frage richtig verstanden haben, sollten Sie nachfragen („Meinen Sie mit dieser Frage…“). So verschaffen Sie sich Klarheit und zudem eine kurze Pause bevor Sie zur Beantwortung übergehen. Falls Ihnen auch nach einer Denkpause keine Antwort einfällt, sollten Sie dies offen ansprechen („Damit habe ich mich nicht im Detail befasst, sondern meinen Fokus auf A und B gelegt“) anstatt auf unpassende andere Aspekte auszuweichen.
  • Sollten  Sie  in  einer  mündlichen  Prüfung einen Blackout  erleiden, versuchen Sie als erstes Ruhe zu bewahren. Atmen Sie durch und gehen Sie gegenüber dem Prüfer offensiv mit der Situation um. Sagen Sie etwa „Entschuldigung, ich habe gerade einen Blackout. Ich muss mich erst wieder sortieren“. Prüfer reagieren meist verständnisvoll. Versuchen Sie anschließend den „roten Faden“ wiederaufzunehmen oder bitten Sie den Prüfer die letzte Frage anders formuliert zu wiederholen.
  • Um das Referieren und Diskutieren für eine mündliche Prüfung zu üben, ist es sehr hilfreich, wenn sie sich so oft wie möglich mit z.B. KollegInnen  über  das  Themenfeld  austauschen  und  gemeinsam über den Gegenstand reflektieren.

Literatur & Quellen
Knigge-Illner, H. (1999).  Keine  Angst  vor  Prüfungsangst.  Frankfurt/M.: Campus Verlag.
Universität Bielefeld: Leitfaden zur Vorbereitung und Gestaltung von Prüfungen.







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© Werner Stangl Linz 2017