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Erklärung des Lernens für Kinder

Immer wenn man etwas kann oder weiß, was man vorher nicht konnte oder wusste, hat man gelernt, d.h., es ist zu einer Anpassung des Gehirns gekommen. Unser Gedächtnis kann man mit einem Archiv vergleichen: In jeder Sekunde treffen viel zu viele Informationen auf das Gehirn. Das Ultrakurzgedächtnis entscheidet abhängig von der Aufmerksamkeit, welche Informationen aufgenommen werden, denn das Kurzzeitgedächtnis ist ein begrenzter Stellplatz, vergleichbar mit einem kleinen Platz am Eingang der Bibliothek, an dem die Bücher oft ausgetauscht werden. Das Langzeitgedächtnis dagegen ist wie eine Staatsbibliothek – es hat eine nahezu unbegrenzte Kapazität. Die Herausforderung besteht darin, Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu bekommen. Das geschieht durch Eiderholung. Zum ersten Mal sollte man nach 40 Minuten, zum zweiten Mal nach 24 Stunden wiederholen. In den darauffolgenden Tagen sollte das Gelernte noch drei- bis fünfmal wiederholt werden – und schließlich noch einmal nach einem Monat. Nach der Vergessenskurve haben wir nur 20 Minuten nach dem Lernen 40 Prozent des Stoffs schon wieder vergessen, ein Tag danach 66 Prozent. Nach einer Woche können wir uns nur noch an 20 Prozent des Gelernten erinnern. Überlisten lässt sich diese Tatsache nur durch geduldiges Wiederholen. Die Logik des Gehirns lautet: Wenn eine Information mehrfach ans Gehirn weitergeleitet wurde, muss sie wichtig sein – sie wird also abgespeichert. Sobald die Information im Langzeitgedächtnis ist, lässt sich bewusst darauf zugreifen. Wichtig für eine Speicherung im Langzeitgedächtnis ist die Bedeutung für den Lernenden. Die Abschätzung des Gehirns, welche Information wichtig ist, läuft über Gefühle. Nur wenn es gelingt, für eine Information Emotionen aufzubauen, ist sie fürs Gehirn „merk“würdig. Manchmal wird dabei sogar das Kurzzeitgedächtnis übersprungen – wenn man etwa die Hand auf eine heiße Herdplatte gelegt oder eine besonders scharfe Pfefferoni erwischt hat. Wiederholungen sind in solchen Fällen nicht nötig, die Information wird sofort im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Das Beste ist natürlich, einfach nebenbei zu lernen: Der Sportler lernt beim Sport, der Musiker beim Musizieren und der Fußballfan beim Fußballschauen. Fußballfans können beispielsweise Mannschaften, Ergebnisse und Rekorde aufsagen, ohne dafür je gepaukt zu haben. Lernen nebenbei erfolgt immer dann, wenn ein Lerngegenstand Bedeutung für jemanden hat. Diese Art zu lernen ist sehr effektiv.

Zusammengestellt nach „Wie man sein Gehirn überlistet“.
http://www.br-online.de/wissen/bildung/
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