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Lernen und Verlernen durch Endocannabinoide

Gedächtnisinhalte werden im Gehirn bekanntlich gespeichert, indem Eigenschaften von Nervenzellen nachhaltig verändert werden, wobei dabei vor allem die Veränderung der Verknüpfungsstellen (Synapsen) von Nervenzellen entscheidend ist. Molekularen Mechanismen sind dabei die Basis der Kommunikation von Nervenzellen, denn die Zellen tauschen sich über chemische Botenstoffe aus, die von Zelle zu Zelle wandern. Wie laut und stark sie miteinander kommunizieren, hängt von ihrer Verbindung ab, d. h., diese kann verstärkt oder abgeschwächt werden. Jedoch kann es auch passieren, dass sich die Nervenzellen gar nicht mehr austauschen, weil die Verbindung verloren gegangen ist.

EngrammeFür den Prozess der Abschwächung von Verbindungen zwischen Nervenzellen sind nach neuesten Forschungen Endocannabinoide, also cannabisähnliche Stoffe verantwortlich, die im ganzen Körper produziert und als Botenstoffe genutzt werden, wobei diese im Gehirn das Signal geben, manche Verbindungen auch abzuschwächen. Übrigens werden solche Endocannabinoide besonders auch dann produziert, wenn der Mensch lernt, was bedeutet, dass beim Lernen auch ungewollte Verbindungen zwischen Nervenzellen abgeschwächt und gleichzeitig gewünschte verstärkt werden, was insgesamt zu veränderten Gedächtnisspuren (Engrammen) führt.

Bildquelle

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/nerven.gif (11-02-11)

 





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© Werner Stangl Linz 2017