Prinzipien der Mnemotechnik



Assoziation ist jener kognitive Prozess, bei dem  etwas neu zu Merkendes mit einem vorhanden Gedächtnisinhalt verbunden wird. Dabei muss jeder Lernende seine eigenen Assoziationen entwickeln, da sie als Teil der individuellen Lerngeschichte die  besondere Art und Weise widerspiegeln, wie der eigene Verstand arbeitet. Gegenstände können mnemotechnisch miteinander assoziiert werden, indem man sie z.B.

  • auf das assoziierte Objekt stellt,
  • aufeinander aufprallen oder sich gegenseitig durchdringen lässt,
  • miteinander mischt,
  • umeinander wickelt,
  • sie sich umeinander drehen oder miteinander tanzen,
  • von gleicher Farbe, Geruch, Form oder Gefühl sind.

Durch solche Assoziationen entsteht ein Assoziationsbild, eine Imagination
. Imaginationen werden verwendet, um Verknüpfungen und Assoziationen zu veranschaulichen. Solche aus der eigenen Erfahrung hergestellten Bilder sind wirkungsvoll, weil sie ebenfalls die eigene Art des Denkens widerspiegeln und aus den eigenen Erfahrungsschatz kommen. Je deutlicher man sich eine Situation vorstellt und visualisiert, desto effektiver wird sie im Gedächtnis für einen späteren Abruf verankert werden. Mnemonische Imagination sollte dabei lebhaft, grell oder sinnlich sein.
Die Lokation schließlich bietet einen schlüssigen Kontext, in den Informationen zusammenhängend eingefügt werden können, und Lokationen helfen auch, um einen Gedächtnisinhalt von anderen zu unterscheiden. Die Lokation gibt den Mnemotechniken Kontext und Aufbau und verhindert, dass sie mit ähnlichen Inhalten durcheinander gebracht werden und auf Dauer belastbarer sind.

Siehe auch Grundprinzipien des menschlichen Lernens







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© Werner Stangl Linz 2017