Kompetenzentwicklung im Wandel: auf dem Weg zu einer informellen Lernkultur



In der Pädagogik wird das Lernen im Alltag unter dem Begriff des informellen Lernens in Abgrenzung zum formalen bzw. nonformalen Lernen an Schulen, Universitäten eher peripher diskutiert. Dabei macht laut Unesco das informelle Lernen außerhalb von Bildungsinstitutionen 70 Prozent aller menschlichen Lernprozesse aus, denn es umfasst alle jene Lernprozesse, die im täglichen Leben stattfinden, also nicht nur das Lernen im Rahmen familialer Kommunikation, sondern auch das Lernen am Arbeitsplatz, das Lernen im Rahmen von Multimediaanwendungen oder dem Internet, das autodidaktisches Lernen aus Büchern, über Befragungen usw. In letzter Zeit wird dieses Lernen auch im Rahmen der Diskussion um lebenslanges Lernen verwendet. Im Zusammenhang mit deb PISA-Studien werden daher etablierte Lernstrukturen in institutionalisierten Bildungseinrichtungen hinterfragt, die unter Umständen einer Revision unterzogen werden müssten, wobei der Einblick in außerschulische, nicht formalisierte Formen der Aneignung von Fähigkeiten und Fertigkeiten dabei hilfreich sein kann. Dies gilt insbesondere für solche Kompetenzen, die im Zusammenhang mit verschiedenen als Arbeit definierten Tätigkeiten zu beobachten sind. Verschiedene Ansätze und Befunde zum Kompetenzerwerb Erwachsener sowie dem Informellen Lernen von Kindern außerhalb der Schule, vor allem im Bereich Arbeit werden in diesem Buch dargestellt.








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© Werner Stangl Linz 2017