Tipps gegen Denkblockaden bei Prüfungen



Warum kommt es zur Prüfungsangst und zu Blockaden bei einer Prüfung? Die Wurzeln liegen meist in früheren Erfahrungen: Anstrengen, Bemühen, Üben helfen nicht, wenn eine Blockade durch emotionalen Stress vorliegt, wobei emotionaler Stress die Leistungs- und Lernfähigkeit jedes Menschen erheblich beeinträchtigt. Das liegt daran, dass beim Lernen Informationen Art ständig auf die Menschen einströmen, wobei sus diesen verschiedenen Informationen wie Umgebungsgeräuschen – also Telefon, Autogeräusche, Unterhaltungen anderer Menschen, Radio, Fernseher, Lichtverhältnisse – der Arbeitsspeicher entscheiden muss, welche Informationen es wert sind weitergeleitet zu werden, welche bekannt sind und welche neu sind. Eine neue Information, die in das Kurzzeitgedächtnis gelangt, verbleibt dort nur für eine gewisse Zeit, denn wird diese neue Information in nächster Zeit nicht auf irgendeine Art und Weise bearbeitet (Rehearsal), wird sie nicht ins Langzeitgedächtnis weitergeleitet. Nur Informationen, die dort ankommen, können später auch wieder abgerufen werden. Nun wird aber alles, was im Langzeitgedächtnis abgelegt wird, immer mit Emotionen verbunden, denn  allem, was man dauerhaft lernt, liegt eine Emotion zugrunde. Informationen, die für einen Menschen nichts bedeuten, also keine Sinnhaftigkeit aufweisen, werden nicht auf Dauer abgespeichert. Zu Blockaden kann es deshalb kommen, da eben auch die emotionalen Inhalte, die mit der Information im Langzeitgedächtnis abgelegt worden waren, automatisch auch beim Abrufen dieser Information wieder aktiviert werden. Hat man also in einer Stresssituation unter Druck oder Furcht gelernt, ruft das Gedächtnis automatisch auch diese Gefühle wieder ab. So kommt es zu Lernblockaden und im Weiteren auch zur Prüfungsangst.

  • Informationen einholen: Wer nicht weiß, was bei einer Prüfung kommen kann und wie die Prüfung abläuft, kann sich nicht optimal vorbereiten. Deshalb: Unbedingt beim Lehrer nachfragen!
  • Rechtzeitig anfangen: Gutes Zeitmanagement ist eine Grundvoraussetzung für stressfreies Lernen. Plan aufstellen, was wann zu tun ist; Zeit zum wiederholen einplanen; den Plan einhalten!
  • Kurz und gut: Den Stoff in Lernportionen aufteilen, Aufgaben strukturiert angehen. Wer sich für einen mündlichen Test vorbereitet, sollte üben, den Stoff vorzutragen.
  • Kontinuierlich arbeiten: Im Unterricht aufpassen und Hausaufgaben machen ist der halbe Erfolg.
  • Pausen einplanen: Wann und wie lange ist individuell unterschiedlich, doch nach einer Stunde sind 15 bis 20 Minuten hilfreich. Siehe dazu „Wann soll man beim Lernen eine Pause machen?
  • Entspannen: Relaxen lernen lohnt sich: Wer Entspannungstechniken beherrscht, kann sich bei Stress schneller beruhigen.
  • Vorstellungskraft: Sogenanntes Mentaltraining hilft: SchülerInnen stellen sich vor, wie sie zur Prüfung gehen, wie der Lehrer Fragen stellt, wie sie darauf reagieren. Wer in Gedanken eine angstbesetzte Situation durchlebt, kann sie in echt besser meistern.

Quelle: http://www.focus.de/schule/lernen/forschung/
tid-11820/denkblockade-denkblockaden-vorbeugen_aid_332936.html (08-10-16)








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