Digitale Demenz



Bei einer Untersuchung an jüngeren Berufstätigen wurde festgestellt, dass schon mehr als 60% über Vergesslichkeit klagen, etwa sich nicht die eigene Telefonnummer oder die PIN merken, ein Gedicht im Kopf zu behalten oder die Frage “Was habe ich heute Mittag gegessen?”. Als eine der Ursachen für diese Veränderung der Merkfähigkeit wird die steigende Informationsflut vermutet, denn es wurde beobachtet, dass viele Berufstätige alle 11 Minuten im Schnitt ihre Arbeit unterbrechen, um sich anderen Dingen wie Telefonaten oder E-Mails zu widmen. Man wird dadurch aus dem Arbeitsprozess herausgerissen und auch die Konzentration schwindet unter der dauerhaften Belastung. Nicht zu vernachlässigen ist der Zeitverlust, der durch das ständige Suchen entsteht.

Dazu Manfred Spitzer (Buchempfehlung: Digitale Demenz): Wer Informationen googelt, speichert die Erkenntnisse mit geringer Wahrscheinlichkeit im Gehirn ab, wer sich im Chat austausche, statt Face to Face mit einem Gegenüber darüber zu sprechen, merkt sich Inhalte nicht so gut. Da im Internet  zudem mehr gelogen und betrogen wird als in der realen Welt, arbeitet das menschliche Gehirn nicht mehr in der gleichen Weise präzise. Dieser overflächliche Vorgang hemmt die Gehirn-Bildung langfristig, sodass verfrüht Symptome einer Demenz eintreten, wobei das Problem der digitalen Demenz in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen wird.

Quelle: http://www.lernen-merken-erinnern.de/
wozu-noch-lernen-oder-das-zeitalter-der-digitalen-demenz/ (10-03-18)








Sorry, comments for this entry are closed at this time.

Sorry, comments for this entry are closed at this time.

free counters

© Werner Stangl Linz 2017