Wie Eltern Mathematikproblemen vorbeugen können



Da Mathematik ein meist streng aufgebauter Lehr- und Lernstoff ist, entstehen viele Probleme dadurch, dass Grundlagen für das Neue wieder vergessen worden sind. Reines Üben hilft dann nicht, da Kinder dabei oft Tricks entwickeln, wie eine Aufgabe gelöst werden kann, aber kein Verständnis dafür haben. So werden oft Fehlstrategien verfestigt und perfektioniert, da man auch mit falschen Methoden auf richtige Ergebnisse kommt, wenn die angeeigneten Tricks zufällig auf die Aufgabenstellung passen. Sobald sich diese aber ändert, blickt das Kind nicht mehr durch und weiß nicht einmal, warum, denn schließlich ist es ja genauso vorgegangen wie immer. Eltern sollten mit Kindern nach einer gewissen Zeit des Übens daher Bilanz ziehen, ob das Geübte auch Bestand hat oder ob man immer wieder von vorn anfangen muss. Macht das Kind Fortschritte und kann es Aufgaben auch ohne Hilfe der Eltern erledigen? Es ist oft schwierig herauszufinden, was  das Kind nicht verstanden hat. Am Ergebnis allein sieht man oft nicht, wie  es zu seiner Lösung gekommen ist und welche Irrtümer  sich möglicherweise entwickelt haben? Mit der Analyse solcher Rechenprobleme sind Eltern in der Regel überfordert, d.h., man sollte sich besser professionelle Hilfe von LehrerInnen holen.
Auf der Webseite www.arbeitskreis-lernforschung.de erhält man kostenlos „Symptomfragebögen“ für Vorschule, Grundschule und Mittelstufe. Diese lerngegenstandsbezogenen Symptomfragebögen ersetzen zwar keine Diagnostik, sondern sollen Eltern anregen, den Blick für eventuell vorhandene Probleme zu schärfen. Die Fragebögen können dazu dienen, die Problemlage des Kindes zu umreißen und sind eine Hilfe, falls Eltern eine Beratung durch eine Facheinrichtung in Anspruch nehmen möchten.

Übrigens: Zwar waren die Griechen nicht die ersten, die sich mit Mathematik beschäftigten, sondern das taten schon die Babylonier und Ägypter vor ihnen, doch stammt das Wort Mathematik aus dem Griechischen, wobei das griechische Wort mathema so viel wie Erlerntes, Kenntnis oder ganz allgemein Wissenschaft bedeutet. Der Begriff mathematike techne bezeichnet somit die Kunst des Lernens bzw. zum Lernen gehörig. Für Mathematik gibt es keine allgemein anerkannte Definition, doch versteht man Mathematik üblicherweise als jene Wissenschaft, die durch logische Definitionen selbstgeschaffene abstrakte Strukturen mittels der Logik auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht.







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© Werner Stangl Linz 2017