Schlechte Gewohnheiten verlernen



mit haaren spielen

Neben nützlichen Routinen entwickeln Menschen auch solche Gewohnheiten, die sie lieber wieder loswerden möchten, etwa in der Nase zu bohren, Fingernägel zu kauen, Haare zu drehen oder am mit dem Stuhl zu schaukeln. Alle diese Gewohnheiten sind gelernt, doch es ist nicht so leicht, diese wieder zu verlernen, was daran liegt, dass das Gehirn von sich aus nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden kann. Gelernt ist eben gelernt. Das Gehirn hält aus diesem Grund lieber an dem fest, was sich einmal bewährt hat, und was sich bewährt hat, wird eben wiederholt, sodass sich die neuronalen Verbindungen immer mehr verstärken. Allmählich werden solche Gewohnheiten immer mehr vom Unbewussten gesteuert. Um aus diesen Gewohnheiten auszubrechen, also diese zu verlernen, braucht es daher Zeit, Ruhe und vor allem das Bewusstsein, solche unerwünschten Gewohnheiten wieder loszuwerden. Eine Möglichkeit ist es, den Auslösereiz mit anderen erwünschten Verhaltensweisen zu verknüpfen, d. h., dem Gehirn neue Möglichkeiten anzubieten, um die alten Verknüpfungen im Gehirn zu ersetzen. Oft hilft es auch, die auslösenden Situationen zu vermeiden und das Umfeld zu verändern.

Literatur

Stangl, W. (2018). Stichwort: ‚Gewohnheit‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/6140/gewohnheit/ (2010-02-03)




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© Werner Stangl Linz 2018