Altbekannte Lerntipps

Zur Prüfungszeit findet man in den verschiedensten Medien immer dieselben hilfreichen Lerntipps, mit denen man besser und entspannter durch den Prüfungsstress kommen kann. Und es heißt dann: „ Die StudentInnen sind in Alarmbereitschaft. Nächtelanges Lernen und literweise Kaffee sind angesagt.“ Und dann fragend: „Doch ist das effizient?“ Und schließlich erlösend: „Mit diesen Tipps erfahren StudentInnen, wie sie sich auf Prüfungen vorbereiten.“ Und dann kommen jene Lerntipps, die schon längst aus unseren eigenen Internetseiten bekannt sind:

Lernvorbereitung: Bevor es ans Lernen geht, sollte der Stoff gesichtet und portioniert werden. Dann kann ein Lernplan erstellt werden und die Lernhäppchen werden gleichmäßig auf die einzelnen Lerntage verteilt. Der Lernort sollte ungestört sein und genügend Platz bieten, damit die Lernunterlagen ausgebreitet werden können. Störfaktoren wie Handy, Internet, Radio bitte ausschalten. Ein Lernort mit ausreichend Tageslicht schont die Augen. Zur Vorbereitung gehört es auch, Getränke und Snacks sowie Schreibutensilien in Griffweite zu haben. Das ist natürlich Unsinn, denn Getränke und Snacks haben nichts beim Lernen verloren!

Das Lernen: Idealerweise verbinden die StudentInnen verschiedene Lernmethoden. Laut lesen, Texte zusammenfassen und Details in verschiedenen Farben herausschreiben – ideal ist es, verschiedene Lernmethoden zu kombinieren. Was viele unterschätzen, ist das Wiederholen und die regelmäßige Wiedergabe des Lernstoffes. Eine Frage, die sich Lernende stellen sollten: „Was habe ich gelernt?“ Eine gute Übung ist es, sich von einer anderen Person abfragen zu lassen. So muss nicht nur das Gelernte in eigenen Worten formuliert werden – dies ist besonders hilfreich bei mündlichen Prüfungen – es zeigt sich auch schnell, ob der Stoff sitzt oder ob es Lernlücken gibt. In einer Lerngruppe mit Kommilitonen kann man sich gegenseitig ausfragen, offene Fragen zur Sprache gebracht oder Tipps ausgetauscht werden.

Pause machen: Manche Studenten können den ganzen Tag durchlernen. Aber für alle anderen gilt: Pro gelernte Stunde ist eine Auszeit von 10 Minuten drinnen. Auch das ist falsch, denn nach einer Stunde lernen sollte man dem Gehirn zwei Stunden Zeit geben, das Gelernte zu verarbeiten! Während dieser Pause sollte man sich entspannen. Schlechte Pausenbeschäftigungen sind surfen, fernsehen oder Videospiele. Denn die führen zu einer Reizüberflutung, die wiederum fürs Lernen hinderlich ist.

Der Tag vor dem Tag: Am Tag vor der Prüfung sollte kein neuer Stoff gepaukt werden. Der Stoff sollte nur mehr wiederholt werden.

Hier einige Links zu unseren Seiten, die diese Themen ausführlich behandeln:

 

 

 

 








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© Werner Stangl Linz 2017