Bisoziation als Kreativitätstechnik



Bisoziation bezeichnet den kreativen Vorgang der Verknüpfung von Begriffen, Bildern oder Vorstellungen aus unterschiedlichen begrifflichen Bezugsrahmen, und wurde von Arthur Koestler in Anlehnung an das Wort „Assoziation“ eingeführt und gilt heute als ein Grundbegriff in der Kreativitäts- sowie in der Humor­forschung. Als kreativer Grundbegriff beschreibt Bisoziation das Durchbrechen geistiger Routinen, denn während die Assoziation gedankliche Verknüpfungen auf einer Ebene bezeichnet, geht die Bisoziation darüber hinaus, indem sie Begriffe aus zwei einander üblicherweise nicht zugeordneten Ebenen miteinander verbindet, wie dies etwa im Witz häufig der Fall ist. Daraus kann ähnlich wie bei der Verfremdung eine neue Erkenntnis entstehen oder zu einer überraschenden Einsicht führen, wenn zwei bisher nicht zusammen gedachte Elemente aufeinanderstoßen.
Bisoziation kann daher auch als eine Methode betrachtet werden, die bewusst Begriffe und Dinge miteinander in Verbindung bringt, die nach dem üblichen, routinierten Denken nicht zusammengehören. Dies ist etwa bei der Semantische Intuition der Fall, bei der durch Kombination von Wörter und Wortvorstellungen neue Ideen generiert werden sollen, etwa für die Generierung neuer Produktideen. So kann man bei der semantischen Intuition zusammengesetzte Wörter aus zwei Einzelwörtern bilden, die in der Regel aus dem Umfeld der Aufgabenstellung entnommen wurden. woher das so entstehende Wort eine Anregung darstellt, die zu einer neuen Idee führen kann.

Siehe dazu den Lexikoneintrag Bisoziation.







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© Werner Stangl Linz 2017