Was schreibt man in einer Vorlesung für das spätere Lernen auf?



Aufgeschrieben sollte grundsätzlich nur das werden, was man sich zu einem dargebotenen Inhalt selber überlegt oder konstruiert hat. Es ist falsch und durch den Zeitaufwand auch unökonomisch, wenn man wörtlich alles, was in einem Vortrag gesagt wird, mitschreibt. Das effiziente Notieren impliziert, dass man aktiv zuhören lernen sollte und ähnliche Techniken dazu verwendet wie beim Bewältigen von geschriebenem Lernstoff. Schliesslich muss man die Notizen, die man erstellt hat, zusammen mit den übrigen Quellen, die zur Prüfungsvorbereitung zur Verfügung stehen, auch überarbeiten. Die Strukturierung des Materials gehört dabei zur Aufbereitung des Stoffes. Bevor man sich ans Lernen macht, sollte man daher ausreichend Zeit dafür aufwenden, den Lernstoff zu analysieren. Dies geschieht, indem man ihn in Lernabschnitte unterteilt, indem man gewissermaßen die Grenzen der Lerninhalte gleichsam horizontal und vertikal auslotet, indem man Ähnliches und nicht Zusammengehörendes aufteilt, und indem man in einer Zeitplanung die Einheiten für die Aufnahme der Lerninhalte festlegt. Im Verlaufe des Lernens sollte man mit den Inhalten Fragen bilden können und schließlich am Ende sämtliche Inhalte auch in einer Synthese zusammenfassen können, denn Lernen heisst immer auch, Zusammenhänge herzustellen. Einen Lernstoff kann man später umso leichter erinnern, je mehr Verbindungen zu ihm führen und je zwingender und damit stabiler die Verbindungen im Gedächtnis sind.








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© Werner Stangl Linz 2017