Reduktives und elaboriertes Lernen



Umfangreichen Lernstoff in den Kopf zu bekommen, ist für viele Schülerinnen und StudentInnen eine Herausforderung, wobei stupides Auswendiglernen auf den ersten Blick oft als vermeintlich schnellste Methode erscheint. Das ist aber ein weitverbreiteter Irrtum, denn um erfolgreich zu lernen, müssen Lernende den Stoff lesen und gleichzeitig verstehen. Dafür gibt es zwei Strategien:

Bei der reduktiven Methode verkürzt man den Inhalt vor dem Lernen auf das Wesentliche, indem man die wichtigsten Stellen unterstreicht und als Zusammenfassung notiert. Um das wesentliche zu erfassen, sollte man auf die Überschrift  achte, aber häufig geben auch Prüfer Hinweise, auf welche Schwerpunkte sie besonders Wert legen.

Das Gegenteil dieser Strategie ist das elaborative Lernen, wobei man dabei einen Text so bearbeitet, dass man zu den enthaltenen Informationen eigenes Wissen beisteuert. Das geschieht dadurch, dass man sich dafür selbst Fragen stellt. „Warum ist das so?“ „Weshalb trifft diese Aussage zu?“ „Wie kam der Autor zu dieser Feststellung?“ Durch solche Fragen gelingt es, neues Wissen mit bereits vorhandenem zu verknüpfen, was die beste Methode darstellt, um Erlerntes im Gedächtnis zu behalten.

Die wichtigsten Fakten sollte man dann in Form einer Zusammenfassung des jeweiligen Kapitels schriftlich festhalten, wobei man immer eigene Formulierungen wählen sollte und nicht einzelne Merksätze aus dem Lernmaterial wörtlich abschreiben, denn auf diese Weise kann man überprüfen, ob man alles verstanden hat. Siehe dazu die Fünf-Schritte-Methode!

Zusammengefasst nach einem Artikel in „Die Welt“ vom 10. Juni 2014







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© Werner Stangl Linz 2017