FAST-Learning

September 16, 2018 – 10:32 am

FAST-Learning ist eine Methode in vier Schritten, um schneller und nachhaltiger zu lernen, wobei die Motivation, warum man etwas lernen möchte, dabei wie immer der Schlüssel zum Erfolg ist. Wenn man intrinsisch motiviert ist, sich etwas zu merken, ist man beim Lernen deutlich erfolgreicher, als wenn man den Sinn nicht sieht, warum man etwas lernen sollte.

Diese Methode des aktiven Lernens besteht auf vier Schritten:

  • Forget: Damit man für Neues offen ist, sollte man sich bei einer Vorlesung oder einer Lektüre davon lösen, dass man den Stoff ohnehin schon kennt, selbst wenn manches  tatsächlich bereits vertraut sind. Mit diesem kurzfristigen bewussten Vergessen von  bekannten Inhalten schafft man es eher, sich auf den neuen Inhalt zu fokussieren. Durch dieses aktive Vergessen kommt man wieder in einen Zustand der Neugier, vergleichbar mit jener Neugier von Kindern.
  • Active: Rein passives Konsumieren von Lernstoffen ist wenig geeignet, nachhaltig erinnert zu werden, d. h., denn Gelerntes sollte immer aktiv umgesetzt werden. Aktiv heißt in diesem Fall auch, eigenes Wissen zu kreieren und zu festigen durch Aufschreiben oder sich auf eine andere Art und Weise aktiv damit auseinanderzusetzen. Aufschreiben sollte man am besten aus dem Kopf, um so ein eigenes Konstrukt zu bilden, seine eigenen Gedanken zu ordnen und eine eigene Struktur aufzubauen. Dafür ist die Methode der Mind Map besonders geeignet.
  • State: In dieser Phase sollte man dafür sorgen, sich beim Lernen in einem guten mentalen Zustand zu bringen, denn ist man ausgeschlafen, neugierig und hat Spaß am Lernen, behält man mehr als wenn man keine Lust darauf hat und eher träge ist. Man sollte daher, bevor man sich mit einem Thema beschäftigt, kurz darüber nachdenken – am besten schriftlich -, warum man konkret das hier und das jetzt gerade lernen möchte.
  • Teach: Eine erfolgreiche Methode, um Wissen dauerhaft zu speichern, ist dieses anderen zu vermitteln, also jemandem zu erzählen, was man gerade gelernt hat. Nichts und lässt sind Lehrerinnen und Lehrer auch deshalb so gut informiert, welche sie das, was sie wissen, immer wieder ihren Schülerinnen beibringen müssen.

Literatur

FAST-Learning



4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga zur Entspannung

September 13, 2018 – 3:29 pm
Die 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga, die man bei Einschlafschwierigkeiten anwendet, kann aber nicht nur das Einschlafen erleichtern, sondern auch vor einer Lernphase für eine Erhöhung der Konzentration sorgen. Atmen beeinflusst bekanntlich Körper und Gedanken, aber auch Stimmungen und die ganze Person. Indem man bei dieser Übung die Aufmerksamkeit ganz auf die Atmung fokussiert und dabei nichts anderes tut, kann man in einen Zustand der Entspannung gelangen, der auch beim Lernen hilfreich sein kann.
Eine genaue Beschreibung der von Andrew Weil propagierten 4-7-8-Atemtechnik mit einem Video, in dem Weil die Methode genau demonstriert, findet sich im folgenden Link: 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga.

Bei dieser Übung wird im ersten Schritt mehr Sauerstoff eingeatmet, im zweiten Schritt hat der Sauerstoff mehr Zeit sich im Blut zu verteilen und der dritte Schritt verlangsamt beim Ausatmen die Herzfrequenz und lässt eine größere Menge von Kohlenstoffdioxid aus den Lungen entweichen. Das sind alles Faktoren, die auch die Konzentration beim Lernen fördern können (Stangl, 2016).

Literatur

Stangl, W. (2016). 4-7-8-Atemtechnik aus dem Yoga bei Einschlafschwierigkeiten. Werner Stangls Arbeitsblätter-News.
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/4-7-8-atemtechnik-aus-dem-yoga-bei-einschlafschwierigkeiten/ (2018-09-16).



Von der Schule auf die Universität

September 8, 2018 – 11:33 am

Der Wechsel von der Schule auf die Universität bringt eine Reihe von Umstellungen mit sich, wobei der umfangreiche Stoff und die geforderte Selbstständigkeit vielen Studierende Probleme bereiten. Statt fester Zeit- und Stundenpläne müssen die angehenden Studierenden häufig selbst Lehrveranstaltungen auswählen sowie Anmeldefristen für Seminare, Prüfungen oder Übungen berücksichtigen. An vielen Universitäten gibt es aber zu Beginn relativ starre Studienpläne, die eingerichtet wurden, um den Studierenden den Einstieg zu erleichtern, aber auch um mit der großen Zahl an NeustudentInnen umzugeben.

Der Lernstoff ist an Universitäten wesentlich größer als in der Schule, wobei ein tägliches Arbeitspensum von niemandem vorgegeben wird, sodass viel davon im Selbststudium zu erarbeiten ist. Wesentlich sind an der Universität somit Selbstorganisation und Selbstmotivation. Man sollte daher in den ersten Lehrveranstaltungen nach Pflichtliteratur und Ziel fragen und anhand dieser Informationen einen Zeitplan erstellen. Spätestens vier Wochen vor der Prüfung sollte man wissen, welchen Stoff man in welchem Zeitraum beziehungsweise mit welcher Geschwindigkeit lernen kann. Das kann man dadurch herausfinden, wenn man sein eigenes Lernverhalten beobachtet und registriert, wie lang man für zehn Seiten zum Lernen braucht.

Die Effizienz des eigenen Lernens kann durch Lerntechniken deutlich gesteigert werden. Welche der Lerntechniken für den Einzelnen die richtige ist, kann auch im Rahmen einer Studienberatung bestimmt werden. Zu Studienbeginn sollte man möglichst alle Vorlesungen besuchen, von Anfang an mitschreiben und mitlernen. Dabei ist auch das Soziale wichtig, also die Integration in Lerngruppen, in denen man sich gegenseitig motivieren und auch Nützliches erfahren kann. Um Studierenden das Studierenlernen zu erleichtern, bieten alle Universitäten Workshops, Einführungsveranstaltungen oder Studienberatungen an, wobei diese meist fach- oder studiengangspezifisch sind und oft vor dem Studium oder spätestens in der Einführungsphase angeboten werden.

Siehe dazu Lerntipps für das Studium – Der Überblick.

Quelle

Die Presse vom 8. September 2018



© Werner Stangl Linz 2018