Pubertierende wünschen sich Herausforderungen

November 12, 2018 – 11:52 pm

Das Gehirn reagiert von Heranwachsenden eher schwach auf den Botenstoff Dopamin, der für Motivation und Antrieb verantwortlich ist, denn das Gehirn von Jugendlichen ist immer auf der Suche nach starken, bestätigenden Reizen und reagiert daher auch auf Belohnung als auf Bestrafung. Viele Jugendliche lernen oft besser, wenn sie leichten Stress empfinden, da dieser sie eher aktiviert als belastet. Leerlauf hingegen ist für Pubertierende ein unangenehmer Zustand, d. h., sie wünschen sich Herausforderungen.



Nach dem Lernen durch die Nase atmen,

Oktober 27, 2018 – 10:30 am

denn die Nasenatmung beeinflusst die Gedächtniskonsolidierung positiv! Man weiß bekanntlich seit einiger Zeit, dass es eine Verbindung zwischen Geruch und Gedächtnis gibt, denn Menschen mit einem guten räumlichen Gedächtnis können Gerüche besser erkennen, wobei sollche Informationen im Zusammenhang mit Zeit und Raum im Nucleus anterior olfactorius gespeichert werden. Arshamian et al. (2018) haben nun untersucht, welcher Mechanismus für die Wirkung der Atmung auf das olfaktorische Gedächtnis verantwortlich ist, d. h. zu messen, was während des Atmens im Gehirn passiert und wie dies mit dem Gedächtnis zusammenhängt. In zwei getrennten Sitzungen codierten weibliche und männliche Teilnehmer Gerüche, gefolgt von einer einstündigen Ruhephase, in der sie entweder nur durch ihre Nase oder ihren Mund atmeten. Unmittelbar nach dieser Konsolidierungsphase wurde das Gedächtnis auf Gerüche getestet. Es zeigte sich dabei, dass durch die Nase statt durch den Mund zu atmen einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis haben kann. Offenbar integriert das menschliche Gehirn Gerüche mit raumzeitlichen Informationen, um episodische Erinnerungen zu erzeugen. Dabei handelt es sich um jenen Prozess, der zwischen Lernen und Gedächtnisabruf stattfindet, wobei Riechhirnrezeptoren nicht nur einen Geruch sondern auch kleine Variationen des Luftstroms aufnehmen können, die im Gehirn beim Ein- und Ausatmen aktiviert werden. Diese Ergebnisse liefern einen ersten Beweis, dass die Atmung die Konsolidierung episodischer Ereignisse direkt beeinflusst, d. h., dass wichtige kognitive Funktionen durch den Atemzyklus moduliert werden.

Literatur

Arshamian, A., Iravani, B., Majid, A. & Lundström, J. N. (2018). Respiration modulates olfactory memory consolidation in humans. The Journal of Neuroscience, doi:10.1523/JNEUROSCI.3360-17.2018



Wissen für Eltern von Schulkindern

Oktober 19, 2018 – 6:32 pm

Viele Schüler nutzen ihre psychischen Potentiale einerseits zu wenig. Andererseits sind Erwachsene oftmals schlechte „Lernvorbilder“. Eltern wollen ihren Kindern zwar helfen, können sie aber nicht angemessen fördern. Daher möchten Ziegler & Stöger praxisorientierte Tipps zu folgenden Bereichen geben:

  • Lernvorbilder,
  • Lernstrategien,
  • Prüfungsangst,
  • Motivation und
  • Begabung.

Die Autoren haben diese Auswahl „… unter dem Gesichtspunkt der Maximierung des schulischen Lernertrags getroffen“. Sie berücksichtigen aber auch andere Gesichtspunkte, wie soziale Kompetenzen oder Selbstregulationsfähigkeiten. Ein Hauptziel ist dabei die Entwicklung selbstregulierten Lernens. Dazu sollten die Lernenden ihr eigenes Lernverhalten beobachten. Sie sollten Effektivität und Effizienz ihrer Lernstrategien kontrollieren und selbst Schwachstellen erkennen und beheben können. Dazu benötigen Schüler u. a. Aufmerksamkeit und geeignete Anregungen von ihren Eltern.



© Werner Stangl Linz 2018