Lerntechniken früh erlernen

Oktober 5, 2017 – 1:55 pm

Die meisten Probleme, die Schüler in der Schule haben, liegen nicht darin begründet, dass sie den Lernstoff geistig nicht verarbeiten können, sondern darin, dass sie nicht richtig lernen und dass der Lernstoff nicht immer zu ihrer Art des Lernens passt. Eltern oder LehrerInnen sollten die Kinder beim Lernen beobachten und die Reflexion des eigenen Lernens bei Kindern altersgemäß anregen. Verbesserungen liegen oft darin, dass Kinder den Lernstoff schneller und effektiver aufnehmen und verarbeiten können, aber auch darin, dass der Lernstoff langfristig abgespeichert bleibt, wofür Lern- und Wiederholungstechniken notwendig sind. Verbesserungen in den Lerntechniken sorgen in der Regel für bessere Noten und dadurch für Erfolgserlebnisse, die dann wiederum die Kinder zusätzlich motivieren. Nicht zuletzt durch die neuen Medien beobachtet man bei manchen Kindern eine kürzere Konzentrationsfähigkeit und auch die fehlende Bereitschaft, sich tiefergehend und ausdauernd auch mit schwierigen Aufgaben auseinanderzusetzen. Aufgabe der Eltern ist vor allem, Kindern den Druck zu nehmen, Verständnis zu zeigen und nie zu vergessen, was es überhaupt bedeutet, Schüler oder Schülerin zu sein. Fördern und fordern ist dabei eine sicher richtige Sstrategie, wobei eine gute Balance aus Vereinbarungen, die das Lernen betreffen, und Freiräumen, in denen die Schule keine Rolle spielt, oft das erfolgreichste Konzept darstellt. Es hat sich gezeigt, dass je früher SchülerInnen beginnen, die richtigen Lern- und Arbeitstechniken einzusetzen, also strukturiert und geordnet an einen Lernstoff heranzugehen, desto besser ist es, denn spätestens in der vierten Klasse der Grundschule sollten SchülerInnen über ein Repertoire an Techniken verfügen, mit denen sie weitgehend selbst ihren Schulalltag bewältigen, wobei es dennoch nie zu spät ist, das richtige Lernen zu lernen.



Ursachen für Lernprobleme

September 29, 2017 – 5:30 pm

Man verliert die meiste Zeit damit,
dass man Zeit gewinnen will.
John Steinbeck

Eine der Hauptursachen für Lernprobleme bei SchülerInnen, StudentInnen und auch Berufstätigen liegt im Mangel an adäquaten Lerngewohnheiten, wobei besonders der Umgang mit der Arbeits- und Lernzeit vielen schwer fällt. Drei Hauptprobleme lassen sich unterscheiden:

  • Zeitverschwendung, denn viele tun zuviel auf einmal, das was sie tun jedoch nicht lange und intensiv genug, um wirklich brauchbare Resultate zu erzielen. So erreichen sie im Grunde gar nichts und ihre Arbeitszeit wird verschwendet.
  • Anfangshemmungen: Die Entscheidung und damit verbundene Überwindung, nun endlich anzufangen, fällt vielen schwer, d. h., sie lassen sich von jeder bietenden Möglichkeit ablenken oder verzetteln sich in überflüssigen und vorgeschobenen Tätigkeiten, die sie als Alibi benützen.
  • Schlechtes Gewissen: Dieses Alibi brauchen sie, weil sie das Gefühl haben, eigentlich nicht genug zu leisten bzw. mehr leisten zu können. Dieses Gefühl peinigt sie auch dann, wenn sie sich entspannen wollen und hindert sie dann zusätzlich auch noch an einer wirklich effektvollen Entspannung. So verpassen sie beides: Arbeit und Entspannung!
Literatur
Stangl, W. (2017). Arbeitszeit, Zeitplanung, Zeitmanagement. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Zeitplanung.shtml (2017-09-29).


Der Schulanfang – der erste Schultag

September 12, 2017 – 11:19 am

Der Schulanfang ist für die meisten Kinder spannend, wobei Eltern ihre Kinder dabei unterstützen können, indem sie ihnen Freude vermitteln, denn besonders Kinder, die in eine neue Schule oder auf eine Höhere Schule wechseln, brauchen Begleitung. Eltern sollten ihre Kinder positiv einstimmen und ihnen Sicherheit vermitteln. Es kommt immer wieder vor, dass Kinder Ängste entwickeln, das können Ängste vor Fehlern sein oder auch davor, dass LehrerInnen oder MitschülerInnen sie nicht mögen. Wenn Kinder Ängste ansprechen, sollten Eltern das aufgreifen und versuchen zu beruhigen, wobei die Regel gilt, dass sie von sich aus Ängste nicht ansprechen sollten, denn sonst könnten Kinder glauben, sie müssten diese haben.

Vor allem den ersten Schultag sollte man so leicht wie möglich nehmen, d. h., schon den Tagen zuvor sollte mit dem Kind über die Schule gesprochen werden, etwa indem Fotos aus der Schulzeit der Eltern oder älterer Geschwister angeschaut werden. Damit kann man den Kindern sagen, dass der Schuleintritt ein ganz normaler Vorgang ist, der alle Generationen betrifft. Die Eltern können beim Betrachten der Bilder eigene Erlebnisse erzählen und dem Nachwuchs erklären, wie der Unterricht abläuft. Vermieden werden sollten dagegen Leistungsstress und Formulierungen wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, denn das Leben ist von Geburt an lebensgefährlich, d. h., alles andere sollte man so leicht als möglich nehmen.

Aus den Empfehlungen des Schulpsychologen Andreas Girzikovsky in den OÖN vom 10. September 2017.

Bildquelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/WISSENSCHAFTPAEDAGOGIK/DidaktikModelle.shtml (17-09-09)



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